11 Fragen, bevor Sie (wieder) ins Silicon Valley reisen

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Es ist 5 Minuten vor 12:00 Uhr

Die Digitalisierung kommt nicht erst, sie ist schon da! Alles wird digitalisiert. Manches Geschäftsmodell auch nur, indem man davor ein Wort mit sieben Buchstaben setzt.

11 Fragen, bevor Sie (wieder) ins Silicon Valley reisen

Der digitale Wandel zwingt uns alle, Sie, mich, Ihre Konkurrenten, …, althergebrachte Strukturen und Prozesse zu überdenken, anzupassen und wenn notwendig loszulassen, auch bei der Umsetzung neuer Strategien.

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Wie gehen Sie das an?

Mit klassischer Beratung – das ist zu teuer und zu langsam

Die althergebrachte klassische Abfolge von Strategie, Konzeption, Umsetzen und Betrieb hat bis dato bei Problemlösungen ganz gut funktioniert, und ist für jedermann einleuchtend. Aber diese hat aktuell zwei fundamentale Nachteile:

  1. Klassische Beratung ist extrem teuer, und

  2. es dauert viel zu lange bis konkrete Lösungen im Arbeitsprozess greifen. In Zeiten der Digitalisierung kann das zum Verhängnis werden.

Mit Courage selbst etwas Neues erschaffen – dafür braucht es Mut

Zur Etablierung der Digitalisierung gehören nicht nur Hard- und Software, sondern auch die Fähigkeiten der Mitarbeiter. Gleichzeitig müssen Sie auch neue Geschäftsmodelle kreieren, mit der Herausforderung, dass niemand weiß, ob diese neuen Modelle funktionieren oder nicht.

Deshalb wird eine große Portion Courage von Ihnen verlangt. Doch genau das ist für manche eine noch weitaus größere Herausforderung als der Umgang mit neuen Technologien. Einigen ist das auch bewusst.

Eine Safari ins Silicon Valley planen – die Erlebnisse lassen sich oft nicht auf ihren Markt übertragen

Das Silicon Valley und San Francisco entwickeln sich immer mehr zu touristischen Magneten für Manager aus der ganzen Welt, wo sich diese auf die Spuren von disruptiven Trends, neuen Business Modellen und zukunftsfähigen Management- und Organisationsmodellen begeben.

Doch in der Regel lassen sich die Beobachtungen nicht auf den heimischen Markt übertragen. Dies wird oft erst klar, wenn man selbst die Erfahrung gemacht hat und viel Geld, aber auch die Motivation der Mitarbeiter verbrannt hat.

Stellen Sie sich doch vor der Entscheidung für den (nächsten) Flug ins Silicon Valley ein paar sehr pragmatische Fragen:

  1. Welche Kunden bedienen Sie heute? Welche Kunden werden Sie in 5 bis 10 Jahren bedienen? 

  2. Über welche Kanäle haben Sie Ihre Kunden vor 10 Jahren erreicht? Wie erreichen Sie heute Ihre Kunden? Und über welche Kanäle wollen Sie Ihre Kunden in 10 Jahren erreichen?

  3. Wer sind heute Ihre Konkurrenten? Wer wird Ihr Wettbewerber in 5 bis 10 Jahren sein? 

  4. Was ist heute die Grundlage für Ihren Wettbewerbsvorteil? Und was wird das in 10 Jahren sein?

  5. Worauf beruhen Ihre Gewinnspannen heute? Und worauf werde diese in 5 bis 10 Jahren beruhen? 

  6. Wie war die Veränderungsbereitschaft und Veränderungsfähigkeit in den letzten 10-15 Jahren in Ihrem Unternehmen?

  7. Wie ist es mit der Innovation gelaufen? Wie war diese bisher organisiert? Und wie haben sich die Mitarbeiter eingebracht?

  8. Wenn eine völlig neue Idee auf dem Tisch lag, wie haben Sie diese letztlich auf die Straße gebracht?

  9. Haben Sie es in den letzten Jahren mal mit Agile probiert? Und wie erfolgreich haben sich diese neuen Ideen am Ende auf das gesamte Unternehmen verteilt?

  10. Wieviel Prozent Ihrer Mitarbeitenden haben die notwendigen Kompetenzen, um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen?

  11. Wieviel Prozent Ihres F&E Budgets investieren Sie in Industrie 4.0 und Arbeit 4.0?

Diese Fragestellungen möchte ich hier ergänzen um die sehr wichtigen und vor allem konkreten Fragestellungen von Harald Schirmer aus seinen Kommentaren (siehe unten)

  • Wie werden meine Produkte oder Service Angebote zeit- und orts-unabhängig?

  • Wie kann ich mein Business umstellen, dass es in der Wirkung digital skalierbar wird?

  • Wo lerne ich neue Märkte, Kunden und Methoden kennen?

  • Wie ist mein digitaler Reifegrad – verstehe ich Social Media?

  • Nutze ich den Hebel und die Effizienz digitaler Kommunikation und Zusammenarbeit?

  • Bin ich präsent im Netz?

  • Haben wir relevante Netzwerke?

  • Habe ich internes Enterprise Social Media verfügbar (ohne wird es schwer)?

  • Welche Regeln, die für Sicherheit und Stabilität sorgen, kann/muss ich hinterfragen, wenn ich disruptive Innovation möchte?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein paar erkenntnisreiche Gedanken und Ideen.

 

Ihr Günther Wagner

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