Commerzbank Umbau Nr. … ?

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Mit etwas Verwunderung habe ich heute in der Onlineausgabe des Handelsblattes von den jüngsten Restrukturierungsplänen der Commerzbank[1] gelesen. Nicht das eine solche für mich überraschend kam.  

Aber die plötzliche Erkenntnis, dass das heutige Filialnetz in den 1970er Jahren entstanden ist und viele Kunden nur noch ein paar Mal im Jahr in die Filiale kommen, verwundert mich schon.[2]

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Noch studiert der Aufsichtsrat die neue Strategie, welche der Vorstandschef Martin Blessing am 8. November vorstellen will. Es bleibt abzuwarten, ob man – wie so oft – nur wieder die Organisation auf den Kopf stellt und im Nachhinein feststellt, dass die angestrebten Ziele utopisch waren.

Wird der Vorstand der Commerzbank wieder auf die klassischen, rational gelenkten Anreiz- und Lenkungsprozesse, Organisationsstrukturen und Managementsysteme zurückgreifen? Oder hat man Mut für wirklich neue Schritte, um sowohl die Kunden als auch die eigenen Mitarbeiter zu gewinnen? Die Kraft und Ausdauer, sowohl die Verhaltensweisen als auch die Einstellungen der Mitarbeiter und Führungskräfte, über alle Führungsebenen, zu verändern.

Ansonsten werden wir wohl die Prophezeiung von Peter M. Senge erleben. Er beschreibt die Anhaftung an alte Verhaltensweisen mit den Worten: „[…] aber selbst in einer neuen Organisationsstruktur produzieren die gleichen alten Beschäftigten oft die gleichen alten Resultate. […] Irgendwie scheinen wir zu denken, dass wir organisatorische Veränderungen ohne persönliche Veränderungen bekommen können“.[3]

 

[1] http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/analyse-der-umbau-der-commerzbank/7083176.html 
[2] vgl. Der Umbau der Commerzbank; http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/analyse-der-umbau-der-commerzbank/7083176.html

[3] Bryner, Andy/Markova, Dawna: Die lernende Intelligenz. Paderborn: Junfermann Verlag, 1997

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