Führungskraft oder Gärtner

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Unsere Welt ist ein unendlich komplexes und anpassungsfähiges System. Alles, ob Pflanzen, Tiere oder kosmische Strahlung wirkt auf uns und wir wirken auf all dies zurück. Wir sind ein Teil vom Ganzen.

Führungskraft und Gärtner

Doch durch die allzu starke kognitive Prägung hat der moderne Mensch den natürlichen Zugang zur Natur verloren. Viele Menschen haben vergessen, sich als Naturwesen zu verstehen und verlangen von sich und anderen wie eine triviale Maschine zu funktionieren.

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Seit Jahrhunderten haben wir uns als Architekten und Erbauer gesehen, und beim Traum vom globalen Wohlstand rücksichtlos auf alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zurückgegriffen, auch auf die Human Ressources.  Führungskräfte agieren oft nach physikalisch, mechanischen Gesetzen und werden an kraftvollen Taten gemessen. Die Kraftübertragung findet dabei gleichsam automatisch statt unter Zuhilfenahme  von Führungsmethoden, Kommunikationstipps und Tricks aus der Psychologiekiste, bis hin zur unlauteren Manipulation.  

Aber auch die Führungskräfte selbst werden manipuliert durch ihre Anreiz- und Steuerungssysteme (Bonifikationen), welche auch trivial ausgerichtet sind. Im Vertrieb sind diese Anreiz- und Steuerungssysteme sogar oft das wesentliche, mitunter einzige Führungsinstrument.  

Dieser Existenzmodus, welcher unbestreitbar auch großen Fortschritt hervorgebracht hat, wird der Realität nicht mehr gerecht. Die Welt ist zu komplex, die innere Dynamik zu instabil, sodass jeder Versuch einer starren mechanischen Führung sinnlos ist.

Unsere bisher verwendeten Führungs-Werkzeuge sind tödlich. Es ist daher an der Zeit, als Leader wieder „Bodenhaftung“ und einen Bezug zur Natur zu bekommen sowie der Empfehlung des österreichischen Ökonomen und Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek zu folgen – nämlich, wie ein Gärtner zu leben und zu denken.

 

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