Zukunft der Unternehmen

Hartmut Rosa analysiert, …

  • dass sich der Rationalitätsstandard senkt, sprich die Zahl der Fehlentscheidungen steigt.

  • EntscheiderInnen wissen offenbar nicht mehr, was sie tun können bzw. sollen – aktuell in der Corona-Krise leider deutlich wie selten zuvor als Schwäche wahrnehmbar!

 

Michael Braungart kritisiert ebenfalls,

  • dass man auf das falsche Pferd setzt.

  • Man versteht nicht oder will nicht verstehen, das Richtige zu tun.

  • Stattdessen lässt man sich vom Effizienz- und Gewinnstreben blenden, übersieht jedoch, dass man sich damit selbst ein Bein stellt, und fallen wird.

 

Es scheint dringlich notwendig, …

OUT OF BOX Podcast

Zukunftsoptimismus – oder alles nur Illusionen?

J. Walters | Shutterstock

Niemand kann und wird abstreiten, dass das Jahr 2020 Politik, Wirtschaft, Gesellschaft in kaum vorstellbarer Weise aufgerüttelt hat – manche mit ungeahnten Gewinnen, andere mit ungeahnten Geschäftseinbußen.

Der Druck, aber noch viel mehr der Wunsch der Unternehmen, trotz Corona erfolgreich das neue Jahr 2021 zu starten, versetzt vermutlich viele zum Jahresende in einen zwangsoptimistischen Aktionismus. Der Zukunftsoptimismus, eine so ausgerichtete Strategie mag durchaus Sinn machen, motivieren, Sicherheit geben, aber vielleicht genau deshalb an der Realität, und damit auch an der Zukunft vorbei zielen.

Warum, weil ich glaube, wir müssen in Zukunft weit mehr aufpassen, uns nicht von Wunschbildern und Vereinfachungen täuschen zu lassen. Solche Wunschbilder und einfachen Lösungen machen uns unflexibel, uneinsichtig, sogar träge. Und genau damit verbauen wir uns die Zukunft – einerseits, weil wir als Unternehmen das komplexe wirtschaftliche Beziehungsgefüge unterschätzen, die dadurch notwendig zu setzenden Veränderungen übersehen, und andererseits, weil wir die im Untergrund schmorenden Krisen, Klimakrise, EU-Krise, Flüchtlingskrise noch immer klein reden, es verabsäumen uns zeitgerecht darauf vorzubereiten.

Die Forschung untermauert sehr deutlich, dass wir allzu gerne Illusionen, Wunschbildern erliegen.[1] Der heikle Punkt ist jedoch weniger das Wunschbild selbst, die dadurch verzerrte Realität, sondern der Glaube daran, dass Wunschbilder gleichzusetzen sind mit Wahrheit. Und keines der Wunschbilder ist fähig, in komplexen Strukturen zu denken.

read more

Egon Zeimers, Systemdenker, sieht die größte Herausforderung unserer Zeit dahingehend, sich endlich wirklich richtig der Komplexität zu stellen – was wir aber nicht tun, weil das Angst macht.[2] Und genau damit schließt sich der Kreis, wir feiern weiterhin Lösungen, die bei genauer Betrachtung keine adäquaten Lösungen sind. Diese Verzerrung der Realität, nach Zeimers ein Wahrnehmungsproblem, wirkt auf 2 Ebenen:[3]

Zum einen wirkt es als individuelle Wissensillusion, mit der jeder und jede persönlich versucht bestmöglich zu überleben – meist in der Weise, komplexe Sachverhalten zu zerstückeln und kleine isolierte Lösungen zu finden. Das Problem entsteht dann, wenn wir vom Kleinen auf das Große schließen, ohne zu berücksichtigen, dass das Weltgeschehen komplex miteinander verwoben agiert, und Teilerkenntnisse mit spezifischen Lösungen nicht direkt auf das Ganze einfach so umgelegt werden können.

Zum anderen erliegen wir der Gruppenillusion, mit den gleichen Herausforderungen wie auf der individuellen Ebene. Hier wirkt der Mechanismus, dass man meint, wenn eine große Gruppe von Menschen bzw. ein System, wie beispielsweise Politik oder Wirtschaft durch die ExpertInnen bestärkt, Herausforderungen scheinbar durchschaut und Lösungen findet, dann wird das schon für das gesamte System passen.[4] Nach Zeimers ist das jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil, die Coronakrise verdeutlicht, dass man nicht imstande ist, angemessen auf komplexe Phänomene als Gruppe zu reagieren. Man konzentriert sich aktuell in der Coronakrise auf Leben retten, und zerstört gleichzeitig wirtschaftliche und persönliche Existenzen. So ein Handeln kann man nach Zeimers in keiner Weise als erfolgsversprechend bezeichnen – das ist eine illusionierte Wahrnehmung von Erfolg.[5]

 

Das Ziel sollte vielmehr sein, mit Komplexität in Zukunft besser fertig zu werden, differenzierte Herausforderungen zu analysieren, mit dem Blick für das Ganze. Das heißt, Probleme so zu lösen, dass mit den Lösungen nicht gleichzeitig zusätzliche Probleme geschaffen werden – was aktuell in der Coronakrise als Negativbeispiel leider global Furore macht.[6]

Es ist zwingend notwendig, ein Problem in seinem Kontext zu sehen, sprich im Kontext von anderen Problemen, Aufgaben und Herausforderungen. In hochkomplexen Zeiten ist eine ganzheitliche Betrachtung über einen bestimmte Zeit hinaus gesehen überlebenswichtig. Nur so kann man die Schaffung von Problemen in Kaskaden vermeiden und nachhaltig Lösungen erarbeiten, nachhaltig den Erfolg sichern.[7]

 

RESÜMEE MIT VORAUSBLICK

Krisen gab und wird es immer geben. Nach Zeimers leben wir in einem fortlaufenden Krisenmodus, in einer Krisenkrise. Das blenden wir jedoch genauso gerne aus, wie beispielsweise die uns alle betreffende Klimakrise. Was viele der Krisen eint, ist die bittere Erkenntnis, dass diese Krisen, manche scheinbar vollkommen unerwartet und unvorhersehbar als Schwarze Schwäne aufgetaucht, eben kein Zufall sind.[8]

Weit öfter als gedacht gibt es Vorzeichen oder auch analysierende Konstellationen, die scheinbar zufällige Phänomene zum Leben erwecken können. Insbesondere hochkomplexe, ineinander verflochtene Systeme sind mit vielen Krisen, mit vielen Schwarzen Schwänen schwanger, man weiß nur nicht, wann welcher Schwan gebärt. Je komplexer, verflochtener Systeme sind, desto weitreichender sind auch die Wirkungskreise beim Auftauchen von einem Schwarzen Schwan bzw. einer damit verbundenen Krise.

Mit Corona sind wir aktuell mehr denn je gefordert, komplexe Verflechtungen anzuerkennen, gleichzeitig einzusehen, wie stark die Kraft der Wissensverzerrung solchen komplexen Einsichten und Lösungen im Wege steht. Um 2021 mit mehr Resilienz den Herausforderungen entgegenzutreten, sollten wir die Lockdown-Feiertage nutzen, unser Wissen und unsere Meinungen zu hinterfragen – beginnend mit der Tatsache, dass wir vieles einfach nicht bewusst wahrhaben (wollen).

 

Es mangelt an ehrlicher, selbstkritischer, fachspezifischer, wie auch fachübergreifender Reflexion. Spezialisierungen, Silomentalitäten täuschen Sicherheiten vor, die aber in einer komplexen Welt nicht unbedingt immer wirken. Zu sehr vertieft und verliebt in die eigene Profession, auf das eigene Fach, überschätzen wir die damit verbundenen Erkenntnisse im Gesamtkontext. Und je nachdem, welche Spezialisierung gerade sehr beliebt ist, wird diese entsprechend auf das Podest gestellt, als relevant und manchmal sogar als universal wirksam anerkannt. Das möchte ich in keiner Weise klein reden, doch zumindest überdenken, was eine solche Konzentration auf einzelne Spezialisierungen für Folgen hat?!

 

So wie wir Sachverhalte in leicht zu nehmende Happen reduzieren, so eingeschränkt gehen wir auch mit unseren Ängsten um. Das Fatale daran ist, dass wir übersehen, wie weitreichend Angst in unterschiedlichen Schattierungen, aus unterschiedlichen Gründen unsere Entscheidungen beeinflusst. Existenzangst, persönliche Komplexe, verdrängte Minderwertigkeit, Angst, nicht mithalten zu können, Angst vor Konkurrenz, Angst von anderen ausgeschlossen zu werden, Angst, Fehler zu machen, … prägen unbewusst Entscheidungen und Meinungen.

Die Angst im Nacken versuchen wir abzuschütteln, klein zu reden, weil wir unbewusst spüren, dass die Angst uns im Alltag hinderlicher im Weg steht – insbesondere im Umgang mit komplexen Herausforderungen. Angst passt außerdem nicht in das Bild unserer Gesellschaft, die angeblich doch durch bestmögliche Spezialisierung, Kontrolle, bestmöglich Sicherheit kaum noch Anlass gibt, Angst haben zu müssen. So gesehen denken wir fast schon schizophren, und das macht zusätzlich innerlich Druck. Wir versuchen dann mit scheinbar gut untermauerten Strategien der Sache Herr/Frau zu werden. Der Bruder der Angst, der Stress, gibt uns die nötige mobile Kraft, das durchzustehen.

 

Stress, der Bruder der Angst, die 2. Seite der Medaille mobilisiert die Kraft, um trotz Angst auf der Bühne selbst handlungsfähig zu bleiben, anzugreifen oder zu fliehen. Manchmal mag der Bruder Angst klein sein, unbedeutend erscheinen und man könnte glauben, es macht beispielsweise nur das Zuviel an Arbeit Stress. Ja, mag sein, und doch zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass Stress oft mit Angst Hand in Hand das Geschehen lenkt, Realitäten verzerrt, weitreichende komplexe Verknüpfungen übersieht und damit viele neue Probleme schafft.

 

Und dann haben wir neben Unbewusstheit, Angst, Stress noch fehlende Vorstellungskraft, fehlende Phantasie, womit das, was auf der Welt geschieht, zusätzlich noch eingeschränkter gesehen wird. Würden wir mit etwas mehr Offenheit und Phantasie die Ereignisse der Welt betrachten, würden wir vielleicht sehen, dass es deutlich mehr Verbindungen zwischen den Systemen gibt, deutlich mehr Abhängigkeiten – aber vielleicht damit auch mehr Unsicherheiten. Und genau deshalb versuchen wir die Komplexität aufzulösen. Die Komplexität macht Angst, und dieser wollen wir entrinnen, in kontrollierbare Einheiten stecken, die man getrennt voneinander zu beherrschen sucht. Das mag sogar eine Zeit lang halbwegs funktionieren, aber auf Dauer ist das keine erfolgsversprechende Strategie. Abgesehen davon verliert man mit einer solchen Taktik Energie, brennt aus.

 

Thomas Wilhelm, Didaktikprofessor, setzt an dieser Stelle der Aufklärung auf eine Aufbau- statt auf eine Konfliktstrategie:[9]

Wilhelm versucht beispielsweise richtige bzw. andere Vorstellungen zu vermitteln, ohne die Falschen bzw. Eingeschränkten zu aktivieren, und damit eventuell sogar noch zu verstärken, um sich nicht die Blöße von Angst, Stress oder fehlender Reflexion geben zu müssen. Ich persönlich positioniere diese Strategie mit der Methode der Idiolektischen Gesprächsführung.

Wilhelm wie auch mir geht es darum, Illusionen, Täuschungen nicht zu verurteilen, sondern die Bedeutung dieser klar herauszustreichen, dass man beispielsweise mit eingeschränkten, fixierten Meinungen im Alltag relativ weit kommen kann, aber ebenso aufzeigt, dass man genau damit an Grenzen stößt. Deshalb ist mir ein offener, respektvoller Diskurs so wichtig. Im Diskurs können verzerrte Realitäten, Elfenbeintürme, Perspektiveneinschränkungen, verdrängte Ängste, negierter Stress vertrauensvoll identifiziert werden, in eine gesunde Balance zur Realität gebracht werden. Damit versuche ich die leider viel zu wenig beachtete Resilienz, neu ins Bewusstsein zu holen, um die nächsten Herausforderungen statt mit Stress, negierter Angst und Realitätsverzerrung, mit mehr Weitblick und einer stabilen emotionalen Kraft durchzugehen.

 

Genau das war auch der Grund, warum ich mich in diesem Jahr, im Coronajahr 2020, über längere Zeit mit meinen Social Media Aktivitäten stark zurückgenommen habe. Ich hatte das Gefühl, es macht gerade keinen Sinn, durch die Maßnahmen von Corona alle Aktivitäten einfach nur ins Netz zu verlagern. Ich versuchte viel mehr weitreichend die Chancen und Herausforderungen zu verstehen, ganz im Verständnis von Zeimers, Krisen im Kontext seiner Umwelten zu fühlen. 

Der weihnachtliche, über das Neujahr gehende Lockdown ist dahingehend ebenfalls ein guter Zeitpunkt, um eine tiefgreifende Ist-Analyse und neue Sicht auf das Jahr 2021 zu machen. Ich weiß, dass ist alles andere als das, was die meisten von uns wollen. Doch es ist das, was Dir im kommenden Jahr 2021 helfen wird, Deine Kraft besser zu bündeln, resilienter zu werden, Stress und Ängste anzuerkennen und die damit verbundenen Blockaden, Realitätsverzerrungen systematisch aufzudecken – bei Dir selbst wie auch in Deinem Team.

 

Ich rate Dir wirklich, die Lockdown-Feiertagen als Reflexionszeit zu nutzen. Wenn Du das tust, dann versuche vielleicht für den einen oder anderen Tag auf Dein Handy komplett zu verzichten, darüber hinaus darauf zu achten, wie oft Du in Deinen Gedanken Dich nur in einem eingeschränkten Feld bewegst, und auf bestimmten Meinungen fixiert beharrst. Wenn Du merkst, dass dem so ist, dann mag ein kleines Gedankenspiel eine nette Abwechslung bringen mit vielleicht sogar erstaunlichen Ahas:

Wähle eine Überzeugung, die Dir gerade durch den Kopf geht, und von der Du so richtig felsenfest überzeugt bist. Diese Ansicht mag Dir sehr wichtig sein, bestätigt Deine Entscheidungen und zukünftigen Ziele.

Und jetzt wagst Du einen spielerischen Sprung und denkst genau das Gegenteil zu Deiner vorhin gewählten Ansicht – so als ob Du ein/e SchauspielerIn bist, der/die eine neue Rolle einnimmt.

 

Versuche es einmal für ein paar Minuten und prüfen, wie es Dir mit den gegenteiligen Überzeugungen geht.

Vielleicht sträubst Du Dich innerlich dagegen, das genaue Gegenteil Deiner Überzeugungen zu glauben?

Aber vielleicht findest Du dieses Experiment, das Gegenteil Deiner Überzeugungen als Deine neue Überzeugung anzunehmen und damit gedanklich zu spielen, spannend, vielleicht sogar erleichternd. Möglicherweise kannst Du mit einer anderen Ansicht entspannter atmen und lächeln, weil plötzlich ein Druck von Dir weicht …

 

Wie dem auch sei, in dieser Übung gibt es kein richtig oder falsch. Es geht lediglich darum, die Perspektivenvielfalt wahrzunehmen, u.a. auch zu merken, dass man mit einer anderen Überzeugung andere Kräfte in sich mobilisieren kann, möglicherweise keine Angst, keinen Stress spürt. Vielleicht merkst Du, dass Du sogar andere Entscheidungen treffen würdest, plötzlich mehr Ideen hast, wie Du ein bestimmtes Problem lösen könntest. Was auch immer Du im Gedankenspiel erfährst, es ist auf jeden Fall eine Auflockerung, eine Stärkung, und Bewusstseinserweiterung, die wir aktuell so gut wie alle brauchen können.

Ich wünsche Dir, uns allen, einen realistischen Optimismus, Resilienz stärkende Tage, und ich freue mich, gemeinsam mit Dir das kommende Jahr 2021 mit neuen Ideen und spannenden Erkenntnissen gestalten und bereichern zu können, ohne dabei die nächsten großen Krisen negieren bzw. klein reden zu müssen.

Günther

 

PS: Um meine zukünftigen Beiträge, insbesondere News im Umgang mit der Corona-Krise mitbekommen zu können, folgen Sie mir auf LinkedIn, Xing und Twitter. Darüber hinaus finden Sie in der Gruppe „Leadership Café …“ neben meinen Beiträgen ebenso Beiträge anderer HR Influencer. In der Gruppe „Viable System Model …“ finden Sie Diskussionen über den Entwurf neuer nachhaltiger Geschäftsmodelle.

 

Informationsquellen:

[1] https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/38993-die-leute-wissen-nicht-wie-unwissend-sie-sind.html. Am 2018-10-02 gelesen.
[2] https://www.grenzecho.net/41989/artikel/2020-09-15/jede-krise-ist-eine-krise-des-systems-im-kontext-seiner-umwelt. Am 2020-12-22 gelesen.
[3] https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/38993-die-leute-wissen-nicht-wie-unwissend-sie-sind.html. Am 2018-10-02 gelesen.
[4] https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/39375-mythen-der-kuechenpsychologie.html. Am 2018-10-02 gelesen.
[5] https://www.grenzecho.net/41989/artikel/2020-09-15/jede-krise-ist-eine-krise-des-systems-im-kontext-seiner-umwelt. Am 2020-12-22 gelesen.
[6] https://www.grenzecho.net/41989/artikel/2020-09-15/jede-krise-ist-eine-krise-des-systems-im-kontext-seiner-umwelt. Am 2020-12-22 gelesen.
[7] https://www.grenzecho.net/41989/artikel/2020-09-15/jede-krise-ist-eine-krise-des-systems-im-kontext-seiner-umwelt. Am 2020-12-22 gelesen.
[8] https://www.grenzecho.net/41989/artikel/2020-09-15/jede-krise-ist-eine-krise-des-systems-im-kontext-seiner-umwelt. Am 2020-12-22 gelesen.
[9] https://www.psychologie-heute.de/leben/39043-wir-naiven-welterklaerer.html. Am 2018-10-02 gelesen.

reduce text

TIME TO CHANGE

Ich freue mich, Dich demnächst auf meiner überarbeiteten Blog-Seite begrüßen zu dürfen.

Trotz Umbau ist es jedoch möglich Artikel zu lesen, aber bitte um Verständnis, wenn einiges nicht einwandfrei funktioniert bzw. das Layout noch nicht optimal aufeinander abgestimmt wirkt.

Feldphysik – der neue Lösungspartner für Unternehmen

Feldphysik – der neue Lösungspartner für Unternehmen

Corona dominiert schon wieder bzw. noch immer so gut wie alle Bereiche unseres Lebens, inklusive der Wirtschaft.

Corona wirkt, aber Corona wirkt nicht allein!!!

Und genau das bestärkt mich noch mehr, wie ich schon in meinem letzten Artikel Auf zu neuen Galaxien und verborgenen Lösungen anmerkte, meine Aktivitäten konzentriert auf 3 + 1 Themen bzw. Herausforderungen auszurichten – insbesondere auf Lösungsansätze der neuen Dimension.

Der Kampf mit sichtbaren und unsichtbaren Herausforderungen …

und den damit verbundenen sichtbaren und unsichtbaren Folgen hängt wie ein Damokles-Schwert über jedem Unternehmen –

  • sei es im Umgang mit Covid-19, und den höchst verstrickten Wirkungen in alle Lebensbereiche hinein, …

  • im Digitalisierungsprozess, und den damit verbundenen weitreichenden Folgen, …

  • im Streben der Wirtschaft nach Wachstum, um den Wohlstand, den wir uns erarbeitet haben auch weiterhin noch sicher zu stellen, aber gleichzeitig damit mehr denn je Probleme forcieren wie Ressourcenverknappung, Migration, die Klimaproblematik, Feinstaubbelastung, Elektrosmog, …, was wiederum jeweils verstrickt rückwirkend negativ auf die Gesellschaft, Umwelt, die Gesundheit, die Wirtschaft wirkt.

Diese 3 Punkte, jeder für sich stehend, sprengen bereits den Rahmen von dem, was man als Unternehmen, und noch viel mehr als einzelnes Individuum, zu erfassen fähig scheint bzw. erfassen will – womit wir gleich beim Hauptproblem unserer Zeit wären, was Marc Andreessen, US-amerikanischer Softwareentwickler, Unternehmer, Investor, so ansprechend formuliert:

Das aktuell globale Problem ist nach Meinung von Andreessen, das Versagen der Vorstellungskraft und der damit verbundenen unterlassenen Handlungen in der Vergangenheit.[1]

read more

An Lösungsstrategien mangelt es nicht. Der Haken ist, dass die meisten Lösungsstrategien versuchen die Probleme zu reduzieren, anstatt die Probleme umfassend komplex zu denken – mit der Folge: Wir alle, Unternehmen und Gesellschaft, sitzen in einem Kabinett der Konsequenzen und wissen nicht mehr, wo wir ansetzen sollen, um die ineinander verschränkten Herausforderungen gelöst zu bekommen.

Das Kabinett der Konsequenzen

Unser Problem bzw. das Problem im Umgang unserer komplexen Herausforderungen sind neben der fehlenden Vorstellungskraft und der Reduzierung der Komplexität, die vielen sich gegenseitig vorgeworfenen Vorurteile – für manche sogar als Verschwörungstheorien abgetan. Mit einer solchen Haltung, einer Silo-Mentalität, blockieren wir unsere Vorstellungskraft, übersehen die weitreichenden komplexen Verflechtungen und Beeinflussungen der unterschiedlichen Ebenen, und ebenso das große Feld an Lösungspotentialen auf anderer Ebene.

Das hat bereits Albert Einstein gewusst und meinte, dass die Probleme nicht mit der gleichen Denkweise gelöst werden können, auf der bzw. wodurch die Probleme entstehen. Aber genau das versuchen wir. Verliebt in die eigene Expertise und das eigene Feld, suchen wir die Lösungen nur dort und akzeptieren nur Lösungsansätze aus den eigenen Reihen. Alles andere, was aus anderen Bereichen, anderen Feldern kommt, negieren wir. Gleichzeitig merken wir jedoch auch, wundern uns sogar, dass die Probleme nicht weniger sondern sogar mehr werden, obwohl wir doch scheinbar schon so viel Kluges tun?!

Doch es bringt nichts, die Problemfixierung auf einer bestimmten Ebene, und die damit verbundene Fehlsichtigkeit, uns gegenseitig vorzuwerfen. Komplexität reduzieren, sprich auf bestimmte Standpunkte zu fixieren, mögliche Zusammenhänge einfach unter den Tisch fallen lassen oder negieren, je nach Ansicht und Perspektive, bringt uns aktuell keinen Schritt mehr weiter.

Kurzer Rede langer Sinn – ich möchte Euch anhand eines Beispiels zeigen, was ich in Bezug auf den eingegrenzten Blick im Umgang mit der Komplexität von Problemfeldern meine. Die Zeit ist meinem Empfinden nach reif bzw. die Dringlichkeit ist spürbar, Komplexität nicht mehr länger zu reduzieren, sondern vielseitig und vielfältig zu erschließen.[2]

Diesel betriebene Fahrzeuge haben den schwarzen Peter gezogen

Was die Umweltproblematik betrifft, sucht man einzelne schwarzen Schafe heraus und hofft, wenn man diese eliminiert, dann ist das Problem gelöst. Das wäre schön, doch es beginnt schon mit der Problematik, dass die Zahl der schwarzen Schafe deutlich höher ist und kaum in den Griff zu bringen ist – ähnlich wie die Ausbreitung von Covid-19.

Aber selbst das ist noch nicht weit genug gedacht, weil einerseits viele schwarze Schafe sich selbst niemals als solches bezeichnen würden, und gleichzeitig sich die vielen Schafe, ob schwarz oder weiß, sich selbst als richtig agierend bestärken und die anderen Schafe als fehlgeleitet ansieht. Man agiert scheinbar mit guten Gewissen, aber weiß vielleicht gar nicht, dass man aufgrund der einseitigen Betrachtung Probleme selten wirklich zu lösen im Stande ist.

Anhand dem heißt diskutierten Thema Luftverschmutzung, möchte ich aufzeigen, wie schonungslos komplex die Herausforderungen auf uns wirken – in Schwarz wie auch Weiß und allen dazwischen liegenden möglichen Schattierungen:

Beginnen möchte ich mit der Definition der Problempunkte der Luftverschmutzung, wo sich bereits so manche Geister scheiden, die eine Seite meint, es sei weniger schlimm und man sei nicht Schuld daran, die andere Seite spricht davon, es sei viel schlimmer und man müsse sich verantwortlich zeigen … Randbemerkung dazu: Was Elektrosmog und 5G betrifft lässt sich dieses Spiel der gegenseitigen Vorwürfe, ob was schlecht oder gut oder sonst was ist, bereits deutlich aufschaukelnd, sich gegenseitig blamend beobachten. Anstatt gemeinsam heikle Punkte ehrlich und ehrenwert zu diskutieren und zu lösen, verhärten sich die Fronten noch viel mehr, Innovationen werden dadurch gar nicht oder nur einseitig und damit unzureichend angestrebt.

Versuchen wir nun gemeinsam anhand der Thematik Luftverschmutzung, uns der komplexen Wirkung und der komplexen ineinander verwobenen gegenseitigen Beeinflussungen und Folgen bewusst zu werden.

Wenn Du glaubst, das betrifft Dich nicht, weil Du und Dein Unternehmen alles tut, um die Umweltprobleme in den Griff zu bekommen, dann darf ich kurz fragen, wann Du die letzte Störfeldanalyse in Deinem Büro bzw. daheim im Home Office durchgeführt hast, und welche Ergebnisse Du bekommen hast?!

Starten wir jetzt simpel nur mit 3 Aspekten, die in Zusammenhang mit Luft und Klima oft angeführt werden. Mag sein, dass jetzt viele von Euch meinen, das geht doch viel zu weit, dass sprengt hier und jetzt den Rahmen. Das mag sein, aber ich fürchte, um genau das geht es in der Erfassung von Komplexität, um die Folgen auf für einen selbst erfassen zu können, die sonst oftmals nicht offensichtlich werden. Also gehen wir gemeinsam auf 3 Aspekte in Verbindung mit Luftverschmutzung durch:

Stickoxide [3]

Stickoxiden sind die Abkürzung für Stickstoffoxide. Es handelt sich dabei um zwei gasförmige Verbindungen, die NOX genannt werden. Stickstoffoxide kommen in der Natur so gut wie nicht vor. Sie bilden sich, wenn fossile Brennstoffe, wie etwa Kohle, Erdöl oder Gas, verbrannt werden, u.a. auch in Automotoren. Stickstoffoxide sind ein Teil der Feinstaubbelastung.

Feinstaub [4]

Feinstaub selbst besteht aus zahllosen festen und flüssigen Partikeln in der Luft, einerseits entstehend durch Aufwirbelungen durch Bodenerosion oder Bauarbeiten, ebenso durch Ruß, Reifen- und Bremsabrieb, Pollen, Sandkörnchen oder Glasstaub, …. Kurze Zusatzbemerkung: Reifen- und Bremsabrieb wird meist in Verbindung mit Schadstoffbelastungen von Autos nicht explizit erwähnt, weil der Hauptfokus auf die CO2-Problematik verschoben wird. Aber der Reifen- Brems- und auch Straßenbelagsabrieb hinterlässt deutlich Spuren in der Luft.[5] So gesehen hilft auch das E-Auto nicht wirklich weiter, mag vielleicht das CO2 reduzieren, aber andere Feinstaubprobleme bleiben nach wie vor erhalten.[6]

Die Landwirtschaft produziert ebenfalls Feinstaub, u.a. Masttierfarmen in leider oft unbekannter Weise – ein Grund, warum in den Niederlanden die Feinstaubbelastung so hoch ist, und man nicht mehr ausschließen kann, dass schwere Covid-Erkrankungsverläufe wegen der hohen Feinstaubbelastung mit verursacht werden.[7]

Selbst in Innenräumen produzieren wir Feinstaub, u.a. durch das Heizen, durch Staubsaugen, durch künstliche Materialien, und nicht zu vergessen durch die Nutzung von Kopiergeräten, Fax und Laser-Druckern. Nur ein Fallbeispiel von vielen: PathologInnen in Essen fanden bereits 2010 Kohlenstoff-Nanopartikel in der Bauchhöhle einer Bankangestellten, die unter Bauchbeschwerden litt und drei Jahre neben einem Laserdrucker mit kohlenstoffhaltigem Toner gearbeitet hatte (Quelle: THEEGARTEN et al. 2010).[8]

Ebenso wird beim Rauchen Feinstaub frei gesetzt: Italienische ForscherInnen des Krebsinstituts in Mailand haben berechnet, dass der Rauch einer einzigen Zigarette ebenso viel Feinstaub freisetzt, wie ein alter laufender Dieselmotor in eineinhalb Stunden.[9]

Und wie man nur noch schwer von der Hand zu weisen kann, Feinstaub ist gesundheitsgefährdend, schädigt die Atemwege des Menschen, ist ein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes, und beeinflusst aktuell möglicherweise sogar den Krankheitsverlauf von Covid-19 Infizierten, wie einige Studien schon belegen?![10]

Laut Umweltbundesamt sterben in Deutschland jährlich rund 45.000 Menschen an den Folgen von zu hoher Feinstaubbelastung – wozu noch anzumerken ist, dass die Feinstaubproblematik in Verbindung mit Elektrosmog zusätzlich negativ belastend wirkt durch eine gestörte Ionisierung in der Luft. Bereits 1971 hat man statistisch die Wirkung der Negativ-Luftionen auf Krankenstände ermittelt mit dem Ergebnis, dass zwischen Räumen mit Negativ-Luft und solchen mit normaler Luft ein signifikanter Unterschied lag. In Räumen, wo das Elektro-Negativ-Klima fehlte, gab es 92% mehr Abwesenheit wegen Grippe.[11]

Wenn man heute in Büros, aber eben auch in Wohnräumen die Luft messen würde in Verbindung mit Feinstaub und Ionisierungsgrad, würde man vielleicht öfter als vermutet erschreckende Ergebnisse halten. Doch wer misst schon die Luft in Büros, insbesondere in Wohnräumen?! Wer weiß, was dann zu Tage treten würde … – möglicherweise besorgniserregende Zahlen wie beim Hochfahren der Covid-Tests?!

CO2

Und dann haben wir noch das CO2-Problem, Kohlendioxid, welches bei der Verbrennung organischer Stoffe entsteht, im Menschen selbst wie auch durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Darüber hinaus stoßen Benzinmotoren im Durchschnitt 129 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus. Dieselmotoren liegen etwa gleichauf. Bei diesen sind es 128 Gramm.[12] Im Gegensatz zu NOX ist CO2 eigentlich ein natürlicher Bestandteil der Luft und ein relativ ungiftiges Gas.

In zu hoher Konzentration behindert es jedoch im Körper der Menschen die Sauerstoffaufnahme und kann beispielsweise zu Schwindel und Kopfschmerzen führen. In Bezug auf unsere Umwelt wirkt ein Zuviel an CO2 ebenfalls schädlich, bildet in der Erdatmosphäre die „Treibhausglocke“ und verhindert, dass die Sonnenwärme entweicht und verändert schlussendlich somit das Klima auf unserer Erde – mit Folgen, die wir uns äußerst schwer vorstellen können bzw. wollen.

Selbst eine so kurze Ausführung wie diese über die 3 Problemfelder der Luft müsste schon den einen oder anderen unter Euch aufhorchen lassen, dass wir die Probleme möglicherweise doch zu leicht und zu einseitig betrachten, sprich in die Komplexitätsfalle tappen, indem wir die Komplexität zu reduzieren versuchen und damit die Lösungen zu eng dimensioniert angehen.

RESÜMEE

Die Auswirkungen von Luftverschmutzung auf die Gesundheit sind so enorm und betreffen die Bevölkerung weltweit, und deshalb spricht Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie von einer Luftverschmutzungs-Pandemie.[13] Und eine Pandemie hat Folgen, nicht nur als Mensch, für einzelne Individuen, sondern auch global für Unternehmen – die Covid-19-Pandemie mag dahingehend einen Vorgeschmack geben.[14]

ExpertInnen fürchten sogar, dass sich die hohe Luftverschmutzung der vergangenen Jahre deutlich rächt und viele Menschen anfälliger für Krankheiten werden lässt – möglicherweise sogar aktuell für schwere Covid-19-Verläufe?! Darauf deutet nicht nur die aktuelle geowissenschaftliche Studie aus Halle hin, sondern auch bei dem ersten Sars-Coronavirus 2003 war die Sterblichkeit in Regionen mit hoher Luftverschmutzung höher.[15]

Und steigt die Feinstaubbelastung noch mehr, haben wir unweigerlich gesundheitliche Probleme, erhöhte Krankenstände, mehr Kosten im Gesundheitssystem, mehr Kosten in den Unternehmen. Arbeitsmediziner müssten doch großflächig Alarm schlagen. Das schlimme aktuell ist, dass das Home-Office auch keinen Schutz bietet, weil die Feinstaubbelastung und der Elektrosmog in den eigenen 4 Wänden viel höher ist als man glauben würde, sogar Grenzwerte überschreitet [16] – nicht, dass Bürogebäude dahingehend besser wären, aber leider sind die vertrauten 4-Wände eben auch kein Feinstaub- und Elektrosmog-Schutz.

Und was die Folgen von zu viel CO2 in der Luft sind, das können wir uns erst Recht nicht vorstellen, und überlassen das einfach wie es scheint dem Schicksal?!

Vielleicht fragst Du Dich jedoch noch deutlicher als zuvor, was diese intensive Auseinandersetzung mit Luftverschmutzung mit Dir und Deinem Unternehmen zu tun hat – insbesondere weil Du sehr genau auf die angeführten Problempunkte achtest, u.a …

  • Dein Unternehmen mag bemüht sein, die Luftverschmutzung, die Feinstaubemissionen, den Elektrosmog zumindest in den Büroräumen und Produktionsstätten bestmöglich zu reduzieren. Ob das jedoch reicht, kann oft nur eine Störfeldanalyse zeigen, was jedoch vielleicht einige noch nicht gemacht haben, weil es scheinbar nicht nötig scheint.

  • In Bezug auf die Umweltbelastung Verkehr kann sich Dein Unternehmen rühmen, Dienstreisen per Auto oder Flug stark heruntergefahren zu haben, und damit in Bezug auf das heiße Thema CO2-Reduzierung einen wirkungsvollen Beitrag zu leisten. Die Digitalisierung macht das möglich. Home Office wird zum Arbeitsplatz der Zukunft – reduziert den Straßenverkehr, reduziert Dienstreisen, reduziert die Energieaufwendungen von großen Büroflächen – mit Folgen, die wir jedoch nicht abschätzen, weder was die Stadtentwicklungen betrifft, noch die psycho-soziale Gesundheit, geschweige denn die arbeitstechnisch fragwürdig gesunde Umgebung in den eigenen 4 Wänden?!

  • Gleichzeitig darf man in Verbindung mit der Digitalisierung auch nicht den damit verbunden Aufwand außer Acht lassen. Digitalisierung verlangt eine extra Portion Energie. Schätzungen zufolge werden Data Center bis zum Jahr 2025 bis zu einem Fünftel des globalen Stromverbrauchs ausmachen.[17] Den Rechenzentren ist dabei egal, von wo aus man arbeitet – vom Büro, Home Office oder dem Café an der Ecke. Den Rechenzentren ist es auch egal, von wo die Energie kommt, wie der Energiebedarf sichergestellt ist – ökologisch vertretbar oder umweltproblematisch …

Ich hoffe, es ist anhand nur dieser 3 angeführten Punkte ersichtlich, dass Unternehmen im Umgang mit den Umweltherausforderungen höchst komplex verstrickt agieren sollten. Kein Unternehmen kann sich mehr aus den komplexen Beeinflussungen herausnehmen, u.a. …

  • weil es regierungspolitisch Normen geben wird, um beispielsweise den immens ansteigenden Energieverbrauch durch die Digitalisierung umweltverträglich in den Griff zu bekommen.

  • Es könnten bald auch schon Gesetze fixiert werden, die Unternehmen schneller als gedacht zwingen, die Feinstaubbelastung und auch den Elektrosmog, daheim im Home Office und/oder in Produktionshallen, zu reduzieren, weil das Gesundheitssystem überfordert ist – weil sowohl der Feinstaub wie auch Elektrosmog zu erhöhten Krankheitsrisiken führt, zur globalen Pandemie ausufern könnte, wie Lelieveld befürchtet.

  • Und es wird deutlich Druck gemacht, die CO2-Reduzierung zu gewährleisten, die Klimaerwärmung zu reduzieren und Unternehmen die Verantwortung zu übertragen, Unternehmen durch Strafzahlungen dahingehend zu zwingen mehr zu tun. Manche Unternehmen werden jedoch eher bereit sein, Strafzahlungen in Kauf zu nehmen, andere werden sich vielleicht die Mühe machen, in innovative nachhaltige Lösungen zu investieren.

Wie dem auch sei, die Herausforderungen unserer Zeit sind höchst komplex, und manche Unternehmen versuchen das noch auszublenden und meinen, es wird schon irgendwie weitergehen, zahlen wir halt demnächst Umweltstrafen, ist geringer als in neue Lösungen zu investieren, abgesehen davon wird es schon nicht so dramatisch werden …

Und genau an diesem Punkt, meiner Meinung nach mehr ein Verzweiflungspunkt, möchte ich ansetzen – jedoch weder zu verharmlosen noch zu urteilen, sondern gedankliche Vereinfachungen in jede Richtung zu überwinden und zu kurz gegriffene, einseitige Lösungsstrategien in neue Gewässer zu überführen. Das scheint auf den ersten Blick unmöglich, aber es ist machbar und macht sogar Spaß – kaum vorstellbar, ich weiß, aber es ist so. Das erlebe ich gerade an und mit mir selbst, und bin höchst erstaunt über den Umgang mit scheinbar unüberwindbaren Gegensätzen und scheinbar unmöglichen Lösungsmöglichkeiten.

Wenn man es wagt die Unternehmen mit den Herausforderungen im Gesamten als lebenden Organismus zu betrachten – Menschen wie auch Räume, Computer, Handys, Fahrzeuge, Pflanzen, Wasser, Tiere, … als ein in ständiger gegenseitiger beeinflussender Beziehung stehendes Gefüge anzuerkennen bereit ist, dann zeigen sich auch Lösungen, die man gar nicht für möglich halten würde. Lösungen, die auf dem Prinzip der Resonanz funktionieren, Feldphysik in leibhaftiger Wirkung.

Danke für Deine Aufmerksamkeit. Ich weiß, dieser Artikel hat es in sich, ist keine leicht zu verdauende Kost. Wer bis zum Schluss gelesen hat, der muss jetzt vermutlich einmal eine Pause machen – sorry, ich weiß, ich habe heute viel verlangt! Wenn Du Fragen hast, Anmerkungen, Kritik, … kontaktiere mich umgehend, schiebe es nicht weg.

Günther

 

PS: Um meine zukünftigen Beiträge, insbesondere News im Umgang mit der Corona-Krise mitbekommen zu können, folgen Sie mir auf LinkedIn, Xing und Twitter. Darüber hinaus finden Sie in der Gruppe „Leadership Café …“ neben meinen Beiträgen ebenso Beiträge anderer HR Influencer. In der Gruppe „Viable System Model …“ finden Sie Diskussionen über den Entwurf neuer nachhaltiger Geschäftsmodelle.

 

Informationsquellen:

[1] https://a16z.com/2020/04/18/its-time-to-build/ Am 2020-04-21 gelesen.
[2] https://www.derstandard.at/story/2000119800574/wie-wir-uns-in-der-informationsflut-ueber-wasser-halten. Am 2020-10-14 gelesen.
[3] https://www.hr1.de/programm/wissenschaft-und-forschung/stickoxid-feinstaub-co2-wie-gefaehrlich-sind-diese-stoffe,feinstaub-co2-und-co-was-ist-was-100.html. Am 2020-10-14 gelesen.
[4] https://www.hr1.de/programm/wissenschaft-und-forschung/stickoxid-feinstaub-co2-wie-gefaehrlich-sind-diese-stoffe,feinstaub-co2-und-co-was-ist-was-100.html. Am 2020-10-14 gelesen.
[5] Braungart, Michael: Impulsvortrag zu New Business Models 2018. Auf der Suche nach einer neuen Art des Wirtschaftens. 2018-10-18. FH Salzburg. Puch/Urstein.
[6] https://www.zeit.de/mobilitaet/2017-02/feinstaub-motoren-luftverschmutzung-reifen-abrieb-bremsen. Am 2020-10-19 gelesen.
[7] https://www.br.de/nachrichten/wissen/welche-rolle-spielt-luftverschmutzung-in-corona-pandemie,S2kQdk4. Am 2020-10-19 gelesen.
[8] https://www.presseanzeigen24.com/artikel/gesundheit-medizin/feinstaub-im-buero-die-unsichtbare-gefahr-rund-66000-menschen-sterben-jedes-jahr-durch-feinstaub-foto/67203.html. Am 2020-10-19 gelesen.
[9] https://www.hr1.de/programm/wissenschaft-und-forschung/stickoxid-feinstaub-co2-wie-gefaehrlich-sind-diese-stoffe,feinstaub-co2-und-co-was-ist-was-100.html. Am 2020-10-14 gelesen.
[10] https://science.orf.at/stories/3200595/. Am 2020-10-19 gelesen.
[11] http://www.sicherearbeit.at/cs/Satellite?blobcol=urldata&blobheadername1=content-type&blobheadername2=content-disposition&blobheadervalue1=application%2Fpdf&blobheadervalue2=inline%3B+filename%3D%22Ausgabe_6%252F2004.pdf%22&blobkey=id&blobnocache=false&blobtable=MungoBlobs&blobwhere=1342617987927&ssbinary=true&site=X04. Seite 19. Am 2020-10-19 gelesen.
[12] https://www.hr1.de/programm/wissenschaft-und-forschung/stickoxid-feinstaub-co2-wie-gefaehrlich-sind-diese-stoffe,feinstaub-co2-und-co-was-ist-was-100.html. Am 2020-10-14 gelesen.
[13] https://www.mpg.de/14551647/gesundheitsrisiko-luftverschmutzung. Am 2020-10-14 gelesen.
[14] https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Corona-Beguenstigt-Feinstaub-schwere-Covid-19-Verlaeufe,coronavirus1766.html. Am 2020-10-14 gelesen.
[15] https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Corona-Beguenstigt-Feinstaub-schwere-Covid-19-Verlaeufe,coronavirus1766.html. Am 2020-10-14 gelesen.
[16] https://www.stern.de/panorama/wissen/natur/feinstaub-dicke-luft-im-wohnzimmer-3595300.html. Am 2020-10-15 gelesen.
[17] https://storageconsortium.de/content/content/audi-ag-vision-null-energie-campus-k%C3%BCnftig-gr%C3%BCne-rechenzentren-statt-hei%C3%9Fer-luft. Am 2020-10-15 gelesen.

reduce text