Empathie soll wettbewerbsfähig machen, gleichzeitig propagiert man das Ende des Humanismus – ein Widerspruch, oder …

Empathie soll wettbewerbsfähig machen, gleichzeitig propagiert man das Ende des Humanismus - ein Widerspruch, oder ...

Die Kompetenzen der Zukunft seien sogenannte Soft Skills, soziale Kompetenzen und kreatives Denken, sagen Zukunftsforscher und Personalfachleute.

Am 13. März 2019 schreibt Dr. Ferri Abolhassan, Member of the Board of Directors bei der Telekom Deutschland GmbH, über das Erfordernis von Empathie für ein erfolgsversprechendes Business in digitalen Zeiten. Empathie sei eine der wichtigsten Managementkompetenzen – gerade aktuell. Empathie am Arbeitsplatz erhöht das Engagement der MitarbeiterInnen, steigert die Arbeitsleistung und führt zu einer größeren Zufriedenheit.[1]

  • Satya Nadella, der CEO von Microsoft, hat Empathie sogar zum Führungsmantra erhoben. Wie es scheint, brachte er damit das Unternehmen wieder auf Vordermann, so dass die Microsoft-Aktie ein Plus von 240 Prozent in weniger als 5 Jahren verzeichnen konnte. [2]

  • Auch die großen Wissenschaftler, wie Albert Einstein und Steven Hawking, sahen Empathie als notwendige Kompetenz für intelligentes Handeln.

Eine Analyse der Führungskräfteberatung DDI ergab jedoch, dass nur 40 Prozent der Führungskräfte empathisch stark zu sein scheinen [3] – 60 Prozent der Manager sind in Sachen Empathie anscheinend anderweitig unterwegs, bzw. verstehen unter Empathie etwas anderes.

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Auf einer Tagung zu Künstlicher Intelligenz (KI) und Analytics am 22. März 2019 in München habe ich Dr. Stephan C. Maier, Partner & Managing Director der EY Innovalue Management Advisors GmbH, mit voller Überzeugung sagen gehört:[4]

Das Zeitalter des Humanismus, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, ist vorbei. Jetzt kommt das Zeitalter der Daten. Der Mensch ist nur Mittel zum Zweck. Früher waren Menschen notwendig, um Kriege zu führen, Maschinen zu bedienen. Diese Zeiten sind zu Ende. Unsere Kinder wachsen in einer anderen Ära auf – in einem Zeitalter, wo der Wert von Daten zählt.

Auf dieser Fachtagung war der Wert von Empathie, der Wert von Einfühlungsvermögen für Menschen, für MitarbeiterInnen und KundInnen, Verantwortungsbewusstsein in der menschlich ausgerichteten, humanistischen Weise kaum wahrzunehmen – ohne das jetzt anklagen zu wollen. Vielleicht habe ich bloß viele Aussagen missverstanden. Vielleicht habe ich den Empathie-Fortschritt verpasst.

Möglicherweise gilt aktuell im Business eine neue Form von Empathie. Nicht mehr die Empathie im Sinne des Humanismus, im Verständnis einer optimalen Entfaltung der menschlichen Fähigkeiten durch die Verbindung von Wissen und Tugend?!

Wie dem auch sei, die beiden Aussagen:

  • Empathie steigert den Erfolg,

  • aber gleichzeitig spricht man vom Ende des Humanismus,

scheinen sich auf den ersten Blick zu widersprechen. Doch ich will noch eine weitere, eine dritte und später noch eine vierte Aussage hinzunehmen, um besser zu verstehen, dass ein Empathieaufruf sympathisch ist, aber scheinbar missverständlich zur Anwendung kommt. Ein Empathieaufschwung mag zwar Wirkung haben, jedoch nicht unbedingt in der Weise, wie man sich das vorstellt – warum, das zeigt sich deutlicher in einem interessanten Fakt:

Die Fähigkeit zur Teilnahme und Fürsorge mag eine menschliche Fähigkeit sein, die man als erstaunliche Supermacht bezeichnen könnte. Gleichzeitig aber führt uns gerade diese Kompetenz in eine dunkle Seite unserer selbst – nämlich dann, wenn man mit Problemen, mit Leid konfrontiert wird.

Man möchte mitfühlend sein, aber gleichzeitig weicht man instinktiv schmerzlichen Erfahrungen aus – versucht genau die Gefühle zu meiden, die uns empathisch mitfühlend werden lassen. Das geschieht unglaublich schnell. Man sieht beispielsweise einen Bettler am Straßenrand. Man weiß ganz genau, wenn man Augenkontakt mit diesem aufnimmt, dann empfindet man ein unangenehmes Gefühl. Man fürchtet, dass etwas von den Gefühlen der Not und Verzweiflung des Bettlers auf einen übertragen wird, und man dann unter Handlungszugzwang steht. Was tut man? Man entwickelt plötzlich ein brennendes Interesse für die Häuser auf der anderen Straßenseite, oder mustert scheinbar interessiert vorbeifahrende Autos – in der Hoffnung, die Anteilnahme, das Mitgefühl möge nicht erwachen, und unangenehme Gefühle nicht spürbar werden.[5]

Wenn Ökonomen über die Fähigkeit zur Anteilnahme und zum Mitgefühl reden, dann verwenden diese den objektiv besser klingenden Begriff „sozialer Nutzen“.[6] Wenn man auf Google das Wort Empathie eingibt, kommen vor allem Tests, wie beispielsweise Mimiktests, emotionale Intelligenz-Tests, Empathietests für Manager oder auch eine Software, die Emotionen mit einer Trefferquote von 77 Prozent in Gesichtern zu lesen verspricht.[7] Empathie mag en vogue sein, man rühmt sich empathisch zu sein. Es gibt eine Vielzahl an scheinbar guten Tipps und Tools, um die Empathie zu steigern. Aber wenn man in Situationen kommt, die einen unangenehm berühren könnten, dann zieht man unbewusst äußerst schnell die empathische Notbremse. Das merkt man vermutlich gar nicht. So gesehen beginnt Empathie nicht beim Mitgefühl mit den anderen, sondern bei der Konfrontation mit sich selbst.

Als Basis für eine gute Empathie zählt Selbstwahrnehmung, ein ehrlicher Zugang zu den eigenen Bedürfnissen, Prägungen, Affekten, Begierden, … Dafür braucht es eine couragierte Reflexion und Diskussion mit sich selbst – und das immer wieder aufs Neue.

Mag sein, dass die meisten meinen, dass sie ohnehin sich selbst und das eigene Tun immer wieder reflektieren und prüfen. Doch genau dieser Instinkt, unangenehmen Gefühlen auszuweichen, macht es uns schwer in Verbindung mit der Empathie sich selbst und den eigenen Gefühlen wirklich ehrlich gegenüberzutreten. Empathie ist nicht nur die Fähigkeit, den Schmerz des Gegenübers mitzuempfinden, sondern auch die Fähigkeit, ebendieses Mitfühlen entsprechend auszudrücken bzw. mitzuteilen.[8] Aber es zeigt sich, dass in Zeiten von Smartphone, Google, Facebook und Co die Art mit sich selbst und mit anderen sich auseinanderzusetzen deutlich schwieriger wird. So besagt ein Befund der Universität von Michigan, bei dem über 70 psychologische Studien ausgewertet wurden, dass die Empathiefähigkeit im Lauf der letzten 30ig Jahre um 40 Prozent gesunken sei.[9]

Empathie ist nicht allein die Fähigkeit gut zuzuhören, sondern …[10]

  • Empathie ist die Bereitschaft, Fragen zu stellen, die Antworten hervorbringen, denen man sich ehrlich stellen sollte.

  • Empathie bedarf sowohl eines intakten Vorstellungsvermögens, als auch des Wissens um die eigene Unwissenheit.

  • Empathie verlangt nicht nur die Durchlässigkeit gegenüber den Gefühlen des anderen, sondern auch die Durchlässigkeit und Offenheit der eigenen Gefühle gegenüber, und zugleich die Fähigkeit, die eigenen Gefühle gut zu managen.

Das kann man schon als eine außerordentliche Fertigkeit betrachten. Und das führt mich zu der vierten Aussage, die in Bezug auf den Ausgangspunkt von diesem Artikel, Empathie ist in digitalen Zeiten eine Notwendigkeit, und gleichzeitig propagiert man das Ende des Humanismus, den Widerspruch als zwei Seiten einer Medaille aufzudecken vermag.

Man wird es kaum glauben, aber die Geisteswissenschaften, gerade jene Wissenschaften, die immer mehr an Bedeutung verlieren, sind eine unerlässliche Schule für Empathie.[11]

Empathie entwickelt sich, indem man sich intensiv mit Wissen auseinandersetzt, worunter u.a. vertiefende, fachüberschreitende Diskussionen und ein ebensolches Lesen zählt. Doch gerade Letzteres steht alles andere als hoch im Kurs. Die Lust an der Interpretation und Diskussion langer Texte sinkt deutlich.[12] Darüber hinaus schwächt die Art und Weise, wie in digitalen Medien miteinander kommuniziert wird, ebenfalls die Empathiekompetenz, weil die Unwägbarkeiten eines ausführlichen Gesprächs, welches Einfühlungsvermögen fordert und fördert, zu stark reduziert wird.[13] Der Trend geht vom Qualitativen zum Quantitativen, von den textbasierten zu den datenbasierten Wissenschaften – das hat Folgen.[14]

Durch eine bestimmte Art von Wissensvermittlung, wie diese insbesondere in Geisteswissenschaften zu finden ist, wird ein tiefgreifendes Verständnis für andere wie auch für sich selbst aufgebaut, und damit Empathie als Kompetenz umfassend aufgebaut.[15]

FAZIT

Empathie mag ein menschliches Grundbedürfnis sein, aber braucht deutlich mehr Auseinandersetzung – jedoch nicht, weil es an Empathie mangelt, sondern weil Empathie zu wenig reflektiert zum Einsatz kommt:[16]

  • Eine unbewusst wirkende Empathie lässt uns instinktiv Empathie aus Situationen abziehen, wo Empathie eigentlich notwendig wäre.

  • Empathie im unbewusst wirkenden Zustand wird oft auch blindlings manipulierend eingesetzt.

  • Unreflektierte Empathie führt u.a. auch zum Stockholmsyndrom, dazu, dass man sich als Opfer in die Rolle der Täter hineinversetzt, diese dann sogar verherrlicht und verteidigt. Das wirkt bereits in scheinbar harmloser Form. Dann, wenn Menschen sich mit Autoritäten solidarisieren, die sie bei genauer Betrachtung jedoch schwächen bzw. zu manipulieren versuchen. Das kann in Zeiten von Social Medias ungeahnte Auswüchse annehmen.

Empathie ist eine wertvolle Fähigkeit, kann aber gleichzeitig ohne entsprechende Reflexion und ohne Wurzel bzw. Basis im Sinne einer tragenden Säule wie der Achtsamkeit und der damit verbundenen Verantwortlichkeit, in der Wirkungsweise fragwürdig werden. Und genau deshalb ist es meiner Meinung nach so wichtig, im Sinne der Geisteswissenschaften, die Fähigkeit zu erwerben, Gedanken, Ideen, Argumente kritisch zu überprüfen, Dogmatik und Ideologien durch kritische Diskussionen zu ersetzen, umfassendes Reflexions- und Orientierungswissen zu schaffen, auf dessen Basis Empathie verlässlich wirken kann.

Die Geisteswissenschaften sind hierfür ein gutes Übungsfeld, sich in Situationen einzufühlen, in ProtagonistInnen und in Konflikte. In Tragödien und Dramen versteht man die Gemengelage oft leichter und besser als im eigenen Leben. Abgesehen davon hat jede Geschichte einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. So kann man die Empathie eine Weile lang auf das Schicksal eines Protagonisten lenken, und danach wieder abziehen. Man verinnerlicht das Mitfühlen, ohne sich darin jedoch zu verlieren, weil man sich auch wieder zurückziehen kann.[17] Auf diese Weise entwickelt man Empathie, ohne von der Empathie überrumpelt zu werden. Dann wird Empathie tatsächlich zu einem erfolgsversprechenden Instrument, das einen weitreichend dazu befähigt erfolgsversprechend zu handeln, weder Opfer noch Täter zu werden, sondern ein würdiger Träger von Empathie. Ein geschulter Geist ist dafür die Grundbedingung.

Mag sein, dass Sie die Relevanz von Geisteswissenschaften für Empathie in keiner Weise tangiert, und Sie die Verbindung von geisteswissenschaftlicher Bildung und Empathie auch nicht nachvollziehen können, vielleicht sogar an den Haaren herbeigezogen sehen. Wie dem auch sei, eines zeigt sich, Empathie macht eine Einfühlungskrise durch [18], obwohl man Empathie gleichzeitig hypt. Man kann nun hergehen, und die Sache mit der Empathie sein lassen, weil es ohnehin mühsam scheint. Eine solche Haltung kann man empathisch gut nachvollziehen, vergisst dabei aber die über den Tellerrand hinweg wirkenden Folgen.

Eine Gesellschaft, in der geisteswissenschaftliche Kompetenzen abnehmen, wird anfälliger für Meinungsmanipulation, und ist den Informations- und Desinformationsströmen im Netz noch hilfloser ausgesetzt als es jetzt schon der Fall ist.[19] Die digitale Kompetenz ist so gesehen eng verknüpft mit der empathischen Kompetenz – doch diese umfassende Verbindung ist vielen scheinbar noch nicht deutlich genug.

Gleichzeitig kann man aber ein steigendes Interesse für Empathie, und die mit Empathie umfassend verbundenen Wirkungsmechanismen im Bereich der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) sehen. ComputerspezialistInnen im Bereich KI sind gefordert sich eingehend mit Empathie auseinanderzusetzen. Bei Tests zeigt sich, dass die KI hier noch einiges zu lernen hat.[20] Es ist schon paradox – zum einen sinkt das Interesse an Geisteswissenschaften und die damit verbundene weitreichende Fähigkeit zur Reflexion, und gleichzeitig braucht aber die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) einen geisteswissenschaftlich geschulten Geist, einen humanistisch empathischen Wissensansatz – zumindest würde ich es so verstehen, wenn die Künstliche Intelligenz zum Wohl der Menschen eingesetzt werden soll, und der Mensch nicht bloß als Mittel zum Zweck gesehen wird.

Die große empathische Frage ist nun:[21]

  • Werden wir die Augen weitreichend über den Tellerrand hinaus öffnen, den Blick auf unangenehme Herausforderungen und Probleme richten und spüren, dass wir unter Umständen vielleicht anders handeln sollten als bisher,

  • oder werden wir bloß besser im Wegschauen?

Ihr Günther Wagner

 

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Literaturquellen:

[1] https://www.linkedin.com/pulse/der-chief-empathy-officer-warum-sich-im-job-dr-ferri-abolhassan/. Am 2019-03-26 gelesen.
[2] www.handelsblatt.com/my/meinung/kommentare/kommentar-die-phaenomenale-wiedergeburt-von-microsoft/20915332.html?ticket=ST-752044-14b4CzLVbZKZE9JxcMqf-ap2 Am 2018-02-06 gelesen.
[3] https://www.linkedin.com/pulse/der-chief-empathy-officer-warum-sich-im-job-dr-ferri-abolhassan/. Am 2019-03-26 gelesen.
[4] Fachkreistagung der VVB (Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte) am 22.03.2019 in München: Künstliche Intelligenz und Analytics.
[5] https://www.nzz.ch/feuilleton/warum-wir-unserer-menschlichkeit-so-gern-entwischen-wuerden-ld.1414206. Am 2019-03-27 gelesen.
[6] https://www.nzz.ch/feuilleton/warum-wir-unserer-menschlichkeit-so-gern-entwischen-wuerden-ld.1414206. Am 2019-03-27 gelesen.
[7] https://www.nzz.ch/feuilleton/die-grenzen-des-mitgefuehls-1.18679950. Am 2019-03-27 gelesen.
[8] https://www.nzz.ch/feuilleton/die-grenzen-des-mitgefuehls-1.18679950. Am 2019-03-27 gelesen.
[9] https://www.nzz.ch/feuilleton/die-grenzen-des-mitgefuehls-1.18679950. Am 2019-03-27 gelesen.
[10] https://www.nzz.ch/feuilleton/die-grenzen-des-mitgefuehls-1.18679950. Am 2019-03-27 gelesen.
[11] https://www.nzz.ch/meinung/literatur-ist-eine-unerlaessliche-schule-der-empathie-ld.1320956. Am 2019-03-26 gelesen.
[12] https://brightsblog.wordpress.com/2019/03/18/es-gibt-gezielte-angriffe-auf-die-geisteswissenschaften-sagt-geschichtsprofessor-caspar-hirschi/. Am 2019-03-26 gelesen.
[13] https://www.nzz.ch/feuilleton/die-grenzen-des-mitgefuehls-1.18679950. Am 2019-03-27 gelesen.
[14] https://brightsblog.wordpress.com/2019/03/18/es-gibt-gezielte-angriffe-auf-die-geisteswissenschaften-sagt-geschichtsprofessor-caspar-hirschi/. Am 2019-03-26 gelesen.
[15] https://www.nzz.ch/meinung/literatur-ist-eine-unerlaessliche-schule-der-empathie-ld.1320956. Am 2019-03-26 gelesen.
[16] https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/38942-wir-waren-alle-ein-wenig-berauscht-vom-eigenen-mitgefuehl.html. Am 2019-03-26 gelesen.
[17] https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/38942-wir-waren-alle-ein-wenig-berauscht-vom-eigenen-mitgefuehl.html. Am 2019-03-26 gelesen.
[18] https://www.nzz.ch/feuilleton/die-grenzen-des-mitgefuehls-1.18679950. Am 2019-03-27 gelesen.
[19] https://nzzas.nzz.ch/hintergrund/studium-usa-interesse-an-geisteswissenschaften-nimmt-ab-ld.1467737?reduced=true. Am 2019-03-26 gelesen.
[20] https://nzzas.nzz.ch/hintergrund/studium-usa-interesse-an-geisteswissenschaften-nimmt-ab-ld.1467737?reduced=true. Am 2019-03-26 gelesen.
[21] https://www.nzz.ch/feuilleton/warum-wir-unserer-menschlichkeit-so-gern-entwischen-wuerden-ld.1414206. Am 2019-03-27 gelesen.

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