Erfolgreiche Unternehmen sind der Zukunft voraus. Das heißt konkret …

Erfolgreiche Unternehmen sind der Zukunft voraus. Das heißt konkret ...

Vertikale statt horizontale Veränderungsprozesse managen

Im Artikel, virtuelle Büros sind keine Spiele mehr, schrieb ich vom ersten real arbeitenden virtuellen Büro, einem wirklich existierender Bürokomplex, das virtuelle Beschäftigungsfeld von eXp Realty, einer 610 Millionen Dollar Company, wo 1500 MitarbeiterInnen tatsächlich arbeiten. eXp Realty hat Ideen zur Wirklichkeit werden lassen – trotz, wie ich vermute, vieler skeptischer und kritischer Einwände. Elon Musk ebenso.

Musk hat einen Tesla ins Weltall geschossen, arbeitet u.a. an wiederverwertbaren Raketen und an neuen Mobilitätskonzepten, weil er davon überzeugt ist, dass die E-Autos nur eine Überbrückung sind. Unternehmen wie Spotify und Apple haben ebenfalls den Weg in Bereiche geebnet, die zunächst als unbegehbar galten.[1]

Diese Beispiele von Unternehmen zeigen, was machbar ist, was umgesetzt werden kann, wenn man große Visionen hat und es wagt, diese umzusetzen. Mag sein, dass viele unter uns diese Unternehmen nur als Nischen-Player im globalen Markt verorten, ihnen aber niemals die Macht zugestehen, dass sie einmal das Wirtschaftsgeschehen verändern würden. Mag sein, dass es so ist. Aber wir sollten uns in einer Zeit, die ein so unfassbares Entwicklungspotential in sich trägt, da nicht so sicher sein.

Die Digitalisierung bzw. die mit der Digitalisierung zusammenhängenden agilen, kollaborativen, vernetzen, WeQ ausgerichteten Arbeitsweisen bringen täglich neue Marktplayer ins Spiel, die von einem Tag zum anderen neue Wege aufzeigen, neue Bedürfnisse anregen, neue Produkte auf den Markt bringen. Damit könnten Unternehmen, die bisher noch scheinbar gut im Sattel saßen, von einem Tag zum anderen aus dem Rennen gedrängt werden. Die Digitalisierung erhöht in kaum zu erfassenden Weise die Chancen und Möglichkeiten, so dass QuerdenkerInnen, VisionärInnen, RevolutionärInnen, das Café von nebenan mit einen 3D-Drucker, uva., die Chance ergreifen können, ihre Ideen einfach umzusetzen und auf den Markt zu bringen, insbesondere in den digitalen Markt. Und das geschieht vielleicht schneller und radikaler, als man sich das jetzt im Moment vorstellen mag.

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Zhang Ruimin, CEO & Chairman of the board, Haier Group, says that ‘successful companies move with the times’. But instead of only talking about it (like so many others) he also walks his talk.[2]

Haier zählt wie eXp Realty, Spotify, … zu den Unternehmens-Pionieren dieser Zeit – ein Unternehmen der Sonderklasse, der größte Gerätehersteller der Welt mit 70.000 MitarbeiterInnen und einem jährlichen Wachstum von 28%. Haier wagte den echten Sprung in die Digitalisierung, setzte auf die Transformation von einer konventionellen, bürokratischen und hierarchischen Produktionsfirma zu einem hochflexiblen online basierten Unternehmen mit Null Distanz zum Kunden.[3] Dafür hat Haier u.a. 10.000 Managementjobs der alten Struktur eliminiert, an deren Stelle ein Netzwerk von Unternehmen aufgebaut wurde, welches von den MitarbeiterInnen selbstständig betrieben wird.[4]

Haier hat das getan, wovon viele sprechen, wenn es um Digitalisierung geht, wirklich konkrete Schritte gesetzt. Dem werden vermutlich viele widersprechen, denn tagtäglich bemüht sich das Management einen vielversprechenden Changeprozess zu organisieren, ihr Unternehmen digital fit zu machen. Aber es mangelt an ganz bestimmten Umsetzungsschritten, die man zwar auf dem Radar hat, aber nicht ernsthaft und tiefgreifend genug angeht. Man kratzt an der Oberfläche bzw. meint, die technische Aufrüstung genügt, und schon geht es fröhlich weiter.

Es mangelt am konkreten Tun – aber was ist damit wirklich gemeint?

Es mangelt u.a. …

  • an tiefgreifenden Visionen, an New Business Models, was ich in einigen meiner letzten Artikel versucht habe, zum Ausdruck zu bringen.

  • an der Bereitschaft sich auf wirklich Neues einzulassen, sprich am Veränderungswillen. Das mag für einige wie ein Affront erscheinen, weil doch die meisten Unternehmen im großen Stil bemüht sind, sich eingehender neu zu strukturieren. Mit Hilfe von umfassenden Beratungsvorgaben initiieren diese scheinbar groß und umfassend angelegte Changeprozesse. Doch Analysen zeigen, dass bloß 1/3 der Changeprozesse wirklich Erfolg zeigen, der Rest schafft den Change nur am Blatt Papier aber nicht in der Realität. Es fehlt an einem entscheidenden Schritt – daran, das Alte wirklich loszulassen. Es scheitern aber auch daran, dass Neue wirklich ernsthaft zu tun, und nicht nur so zu tun, als ob man es ohnehin schon anders macht. Das kommt leider ganz oft vor, Schein-Changeprozesse, man tut so als ob man was tut, aber es mangelt ganz konkret am wirklich neuen Machen. Unter vorgehaltener Hand muss man zugestehen, dass man die neue Welt und die damit verbundenen Herausforderungen doch nicht wirklich versteht, sondern nur so tut als ob, um das Gesicht nach außen hin zu wahren. Und genau deshalb scheitern auch so viele Veränderungen bzw. stecken fest, und man weiß gar nicht so genau, warum.

  • Es mangelt jedoch auch an den Möglichkeiten, das Machen als tiefgreifendes Machen und Tun zuzulassen. Es gibt genügend gute Ideen, die umgesetzt werden können, aber es gibt zu viele Hindernisgründe und Einwände, warum es nicht geht. Das Klimapaket der Deutschen Regierung ist ein Beispiel dafür. Man hat solange debattiert, so dass zum Schluss nur noch ein winziges Machen übrigbleibt – aus Angst, mit einen konkreten Maßnahmenpaket, mit einem konkreten Machen zu viele abzuschrecken. Das mag stimmen, aber es hindert einfach auch daran wirklich ins Tun zu kommen.

China macht, Start-ups machen

Mag sein, dass viele der Start-ups, vielleicht auch China, scheitern bzw. in ein Tun geraten, dass man anzweifeln könnte. Das ist die Kehrseite dieser Machensmedaille. Aber eines ist gewiss: Das Machen der neuen Generationen steigt an, angeheizt durch die Geschwindigkeit der Entwicklungen. China gibt, wie es aktuell scheint, das Tempo vor und merkt auch, dass die anderen, u.a. die EU hinterherhinken. Genau das analysiert Anders Indset, einer der global führenden Wirtschaftsphilosophen, und gibt aktuellen Veränderungsprozessen schlechte Noten:

Es gibt Schwätzer und es gibt Macher. Ideen entstehen, indem man Dingte tut, indem man Dinge ausprobiert, indem man sich nicht einschränkt und keine Angst hat, mutig etwas Neues zu versuchen.[5]

Aber was heißt jetzt konkret „machen“?

Wir machen doch alle unentwegt. Es gibt niemanden, der nicht tut. Ja, das stimmt. Deshalb braucht es einen etwas genaueren Blick auf das, was aktuell im Zeitalter der Digitalisierung unter Machen verstanden werden kann. Das Machen, das Umsetzen scheint auf den ersten Blick so klar und eindeutig zu sein. Aber in Zeiten der Veränderungen kippen die mit dem Machen verbundenen Attribute. Konkret für das digitale Zeitalter heißt Machen etwas anderes, als zuvor im industriellen Wirkungsverständnis. Das Machen im Kontext der digitalen Prägung heißt: agil, kollaborativ, vernetzt, sinnökonomisch, selbstverantwortlich, höchst kreativ und intuitiv, unentwegt Neues dazulernend, zu wirken. Ich weiß, das ist gar nichts Neues, daran arbeiten Sie tagtäglich – bzw. Sie versuchen es.

Lassen Sie mich jetzt die kambrische Explosion ins Wording bringen, um das Machen von heute im Vergleich zum Machen von früher besser in der Wirksamkeit bzw. in der Unterschiedlichkeit verstehen zu können.

Daniel C. Dennett, Philosoph und Deb Roy, Medienwissenschaftler setzen sich im Buch „Wie die digitale Transparenz die Welt verändert“[6] eingehend mit der kambrischen Explosion und der Verknüpfung zur aktuellen menschlichen Herausforderung, der Digitalisierung, auseinander. Das tun diese zwei, weil sie wie Indset oder Musk, u.a., überzeugt sind, dass die Digitalisierung eine ganz neue Denk- und Handlungsweise, und damit ein ganz neues Machen, ein anderes Tun initiiert.

Damals vor etwa 543 Millionen Jahren hat sich aufgrund der Veränderung des Sauerstoffgehaltes in den Ozeanen eine gänzlich neue Art des Lebens entwickeln können. Das Wasser – bisher trüb – wurde klar und lichtdurchlässig. Dadurch konnten die Lebewesen Augen nutzen, was das gesamte Wirken, das Machen in gänzlich neue Sphären gehoben hat. Dieser Prozess ist zeitgeschichtlich vergleichbar mit einem Wimpernschlag, der das Leben von einem Moment zum anderen geändert hat.[7] Umgemünzt auf die aktuelle Zeit heißt das: Das Machen aus einem nicht digitalen Verständnis heraus kann aktuell im digitalen Zeitalter nicht mehr als das Machen im machtvollen Verständnis des industriellen Zeitalters verstanden werden, sondern ist nur noch ein nettes Relikt der Industrialisierung, das in dem einen oder andere Bereich vielleicht noch überleben mag.

Ja, ich weiß, einige sagen, ich versuche mit diesen an den Haaren herbeigezogenen Analogien nur Aufmerksamkeit zu erregen. Die Digitalisierung ist bei weitem nicht so schräg und so chaotisch wie Indset, ich und andere das behaupten. Das mag aktuell vielleicht wirklich stimmen, aber wer weiß wie lange noch. Das ist das Problem bei größeren Entwicklungssprüngen. Man verharrt im gewohnten Tun, anstatt das Tun in eine neue Ebene zu führen, ein anderes Machen zu wagen. Man erkennt den notwendigen Sprung oft erst dann, wenn man knapp vor dem Absturz hängt, manchmal sogar erst dann, wenn man schon fällt – man siehe die Pleite von Thomas Cook. Mit der verharrenden Haltung im Modus des alten Machens vergibt man sich aktuell jedoch die Chance, die Veränderungsnotwendigkeiten noch zeitgerecht auszuprobieren, zu testen, sich damit vertraut zu machen.

Das Machen, wovon ich spreche, ist der Aufruf, sich endlich mit Haut und Haaren auf das einzulassen, was man noch wie ein heißes Eisen vor sich herschiebt – den leibhaftigen Schritt hinein in die Digitalisierung. Die ChinesInnen sind mittendrin. Wir, die EU, die Deutschen strecken den großen Zeh hinein ins Bad des neuen Machbaren. Wir glauben, wir sind voll im Machen, aber die wirklichen MacherInnen sind wir aktuell nicht mehr, sondern die sitzen woanders – und viele von denen kennen wir noch gar nicht.

Das Machen im 21. Jahrhundert erfordert es über das Gewohnte hinaus zu gehen, auf einem Weg zu gehen, der noch nicht vorhandenen scheint, und das noch dazu mit einem unbekannten Ziel. Das ist für viele, insbesondere für die Wirtschaft, die auf Basis von klaren Zielen, bestmöglich durchgerechneten Prognosen und Wachstumsraten und entsprechend dafür ausgerichteten Strategien und Prozessen handelt, eigentlich fast schon eine Anmaßung. Das mag sein. Doch Sie wissen es insgeheim auch, dass die Digitalisierung ganz neue Wachstumsmärkte anheizen wird. Noch scheint es nicht so, aber ich bin mir sicher, dass der Zuwachs an neue Ideen und entsprechend schrägen Umsetzungen den Markt ziemlich aufwühlen wird.

Nach Indset treiben beispielsweise HackerInnen (#hackersoftheworldunite) den Wandel voran. Sie sind die zukünftigen Welt-VerändererInnen.[8] Für manche aus der Wirtschaft mag diese Annahme vollkommen irrelevant und gänzlich überzeichnet sein. Ja, vielleicht. Aber möglicherweise verstehen wir noch nicht, welche Kraft und weitreichende Wirkung von dieser Hackerszene ausgehen, und in welcher Weise das auch Sie als Unternehmen treffen könnte? Wer von Ihnen weiß eigentlich, was konkret die hackersoftheworldunite tut?

Ich muss zugeben, dass ich es nur im äußerst bescheidenen Maß weiß. Aber was ich sagen kann, die HackerInnen spinnen Ideen aus und setzen diese in Echtzeit um – das kann Durchschlagskraft haben, was für Auswirkungen das haben könnte, das wird sich zeigen. Ich weiß, für einige von Ihnen sind HackerInnen keine Gefahr, tangieren scheinbar nicht Ihr Unternehmen. Ja, das mag sein. Doch die Zahl all jener, die Hackerszene ist nur ein kleines Beispiel im globalen digitalen Geschehen, die mit Hilfe der Digitalisierung neue Ideen radikal schnell zur Umsetzung führen, wird steigen. Große Unternehmen, die Ideen über viele Jahre hinweg aussitzen, planen, und irgendwann einmal, wenn es perfekt geplant scheint, zur Umsetzung bringen, werden in Zukunft das Nachsehen haben.

Es braucht dringend eine neue Welle von echten UnternehmerInnen, neue Führungspersönlichkeiten – ähnlich der Generation der MacherInnen nach dem zweiten Weltkrieg, die ErfinderInnen und ImpulsgeberInnen der zahlreichen Hidden Champions, die heute den Weltklasse-Mittelstand bilden, das Herzstück der deutschen Wirtschaft. Der große Fehler ist, dass man sich noch immer an den Erfolgen von damals labt, sich von diesem alten erfolgsverwöhnten Geist führen lässt in der Annahme, damals haben die aufgesetzten Prozesse die Unternehmen zu angesehenen global Playern aufsteigen lassen, und mit dem Fleiß und der Perfektion und Verlässlichkeit von damals wird das auch heute noch greifen – das ist jedoch der große Irrtum.

Man übersieht gegenwärtig, dass es notwendig ist, sich aus der Vergangenheit heraus zu emanzipieren und wirklich neue Wege zu wagen. Die Wirtschaft muss das Elternhaus der Industrialisierung mit all den damit verbundenen Vorteilen, Gewohnheiten, Bequemlichkeiten und auch liebgewonnenen Regeln und Normen, Einsichten und Lebensweisheiten endlich verlassen. Die Wirtschaft muss sich auf den Weg machen, sich von den Eltern zu lösen und ein neues zu Hause suchen bzw. aufbauen. Start-ups tun das ohnehin schon, aber das ist nur ein kleiner Bereich.

Indset spricht davon, dass ein neues Expertentum notwendig ist, mit der notwendigen Courage als ImpulsgeberInnen ein neues Machen zu initiieren, und sich selbst als Führungskraft damit auch neu auszurichten. Dafür ist es jedoch erforderlich, die Wahrnehmung zu verändern, sich in einen Zustand des Anfangens zu versetzen.[9] Das Elternhaus Industrialisierung muss verlassen werden, um die Digitalisierung erfolgsversprechend zu meistern – mit all den Höhen und Tiefen und Ungewissheiten, die damit verbunden sind. Dafür braucht es sicherlich Mut und eine gesunde Konstitution, man könnte auch sagen eine gute Resilienz.

Vielleicht ist aber auch die zu große Ansammlung von Macht bei einzelnen ein Problem?! Macht inkludiert in sich das Wort Machen. Macht haben in Zukunft u.U. jene, die in der Digitalisierung sich Monopolstellungen sichern, oder jene die die Digitalisierung wirklich durchdringend verstehen und entsprechend handeln, in neuer Weise das Machen im digitalen Raum erschließen. Wie dem auch sei, so oder so, ich frage Sie jetzt ganz ungeniert – zu welcher Gruppe zählen Sie sich:

  • zu den MonopolistInnen der Digitalisierung und/oder zu den ExpertInnen der digitalen Welt,

  • bzw. weder zu den einen noch zu den anderen, sondern noch im vertrauten wirtschaftlichen Rahmen wirkend, in einem unternehmerischen industrialisiert geprägten Elternhaus.

Resümee

Wir leben in einer Zeit des permanenten Wandels, dem sich VORSPRUNGatwork mit Haut und Haaren stellt, mit einem couragierten Machen, mit einem Sprung in Welten, die man angeblich kennt.

Echte Visionen sind ein relevanter Schritt, aber ebenso das konkrete Machen – losgelöst vom Elternhaus der Industrialisierung. Machen, Lernen, Entwickeln in Echtzeit, direkt aus der Situation heraus, miteinander verwoben – so definiert VORSRPUNGatwork das, was Unternehmen aktuell beherrschen sollten. Machen, Lernen, Entwickeln entsteht aus der Basis heraus, aus der Selbstorganisation und der Wirkungskraft der Menschen, dem Drang der MitarbeiterInnen, Interessensgemeinschaften zu finden, wenn man diese braucht, in denen sich MitarbeiterInnen gegenseitig unterstützen, motivieren und auch Mut schenken, Neues zu wagen. Auf genau diese Art der Bildungs- bzw. Machensnotwendigkeit setzt auch Haier.[10]

Machen, Lernen und Entwickeln findet weder hierarchisch noch seriell aufeinander aufbauend statt, sondern flach hierarchisch zeitgleich in agilen, kollaborativen, vernetzten Prozessen ineinander verzahnt wirkend. Das erfordert, ob man will oder nicht, eine ganz neue Art, sich auf Prozesse einzulassen. Indset unterscheidet ganz konkret zwei Wege der Veränderungen: den horizontalen Weg und den Vertikalen. Unter dem horizontalen Prozess versteht Indset, dass man dabei einfach nur vorhandene funktionierende Ideen kopiert bzw. verbessert, indem man sie effizienter oder nützlicher macht. Damit bleibt man jedoch mit dem Machen im alten Modus hängen. Im digitalen Zeitalter braucht es jedoch den vertikalen Weg. Das bedeutet, etwas völlig Neues zu schaffen in einer Kategorie, die man – zumindest für eine kurze Zeit – ganz allein besetzt.[11]

Doch die Macht der Gewohnheit, in altbekannten Strategien und Denkmustern das Neue hinein zu quetschen, hält einem davon ab, ins konkrete Machen im 21. Jahrhundert zu kommen. Das neue Machen ist nicht das Problem, sondern das Festhalten am altbekannten gewohnten Stil des Tuns, mit dem damit verbundenen Annehmlichkeiten, Bequemlichkeiten, Vorteilen, …

Das Elternhaus verlassen ist nicht immer leicht, auch nicht für die Wirtschaft bzw. für die Unternehmen. Ein Management im Digitalisierungsprozess ist gefordert, sich selbst im Prozess der Digitalisierung neu zu erfinden, mit neuen Aufgaben, neuen Kompetenzen, anderer Vergütung, … auseinanderzusetzen. Und vielleicht ist dieser Punkt, die deutlich spürbaren persönlichen Veränderungen als Führungskraft der Punkt, an dem die Digitalisierung bei vielen Unternehmen hängt. Das gilt es für das Management auszuhalten und durchzugehen, aber das ist alles andere als leicht. Und das ist vermutlich ein Grund, warum 75 Prozent der Unternehmen im Digitalisierungsprozess scheitern [12] – aus Angst, als Führungskraft Einfluss und Annehmlichkeiten zu verlieren.

Um diesen Schritt im Digitalisierungsprozess, die höchst persönliche Betroffenheit als Führungskraft mit weitreichenden persönlichen Veränderungen zu wagen, braucht es Unterstützung und ganz konkrete Visionen – persönlich und unternehmerisch.

Eines ist Gewiss: Sie brauchen Mut – so oder so – zur Überwindung von Zweifeln, Ängsten, gewohnten Arbeitsroutinen, denn das verlangt die Digitalisierung auf jeden Fall. Das digitale Zeitalter erfordert einen Mindjump, der alles andere als leicht zu managen ist – persönlich wie auch unternehmerisch. So gesehen ist es äußerst verständlich, dass viele Veränderungsprozesse an der Oberfläche hängen bleiben, das gewohnte Milieu bestmöglich anzupassen versuchen anstatt neue Welten zu erobern.

Ihr Günther Wagner

 

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Informationsquellen:

[1] Indset, Anders: Wildes Wissen. Klarer Denken als die Revolution erlaubt. Campus Verlag GmbH. Frankfurt am Main: 2019.
[2] https://corporate-rebels.com/haier/. Am 2018-12-04 gelesen.
[3] https://www.carmenfrantzkovacs.com/inspiration-for-leaders/rendanheyi_-weist-china-den-weg-zur-organisation-der-zukunft. Am 2018-12-04 gelesen.
[4] https://www.carmenfrantzkovacs.com/inspiration-for-leaders/rendanheyi_-weist-china-den-weg-zur-organisation-der-zukunft. Am 2018-12-04 gelesen.
[5] Indset, Anders: Wildes Wissen. Klarer Denken als die Revolution erlaubt. Campus Verlag GmbH. Frankfurt am Main: 2019.
[6] https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-662-53836-4_20. Am 2018-09-25 gelesen.
[7] https://www.aargauerzeitung.ch/leben/digital/mehr-licht-schafft-druck-zur-entwicklung-in-natur-und-gesellschaft-129169170. Am 2018-09-25 gelesen.
[8] Indset, Anders: Wildes Wissen. Klarer Denken als die Revolution erlaubt. Campus Verlag GmbH. Frankfurt am Main: 2019.
[9] Indset, Anders: Wildes Wissen. Klarer Denken als die Revolution erlaubt. Campus Verlag GmbH. Frankfurt am Main: 2019.
[10] https://www.carmenfrantzkovacs.com/inspiration-for-leaders/rendanheyi_-weist-china-den-weg-zur-organisation-der-zukunft. Am 2018-12-04 gelesen.
[11] Indset, Anders: Wildes Wissen. Klarer Denken als die Revolution erlaubt. Campus Verlag GmbH. Frankfurt am Main: 2019.
[12] https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6469127421533700096/. Am 2018-11-21 gelesen.

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