Auf zu neuen Galaxien und verborgenen Lösungen

Auf zu neuen Galaxien und verborgenen Lösungen

Vor mehr als 4 Wochen haben ich meine Social Media Aktivitäten deutlich reduziert, insbesondere meine langen ausführlichen Artikel – warum, das konntet Ihr in meinem letzten Artikel vor meinem Rückzug, im BIZZfluencer in der Krise, nachlesen.

Für jene, die diesen Artikel nicht durchgescrollt haben, möchte ich kurz zitieren, dass ich die Art und Weise, wie ich vor Corona meine Aufgabe als Influencer, Coach, Berater wahrgenommen und mit Leidenschaft auszuführen suchte, jetzt aktuell in der Corona-Zeit nicht mehr mit Überzeugung nachgehen kann und will!

Die Coronakrise mag einen Anschub zu meiner Sinnfrage geleistet haben, aber kann nicht als Hauptursache gesehen werden.

  • Vor Corona war ich hochgradig davon überzeugt, dass mit stetigem Ansteigen der Digitalisierung Agilität ein Muss ist – kurzum, digitale Befähigung zum unternehmerischen Alltag werden muss, um zu überleben. Das mag jetzt in Corona-Zeiten sogar noch mehr zutreffen, als jemals zuvor!

  • Doch anstatt mich hochmotiviert und überzeugt in den digitalen Hype zu schmeißen, die Wirtschaft bzw. Wirtschaftstreibenden mit 1000 anderen schnellstmöglich krisenfest und digital-agil fit zu machen, hat etwas in mir sehr kritisch dieses Vorgehen hinterfragt.

  • Mein Rückzug bzw. Herunterfahren meiner Aktivitäten in den Sozialen Medien während der letzten Wochen, meine intensive analoge Auseinandersetzung mit den aktuellen Weltgeschehnissen hat mich innerlich überzeugt, sogar gedrängt, mich beruflich neu zu positionieren, für mich selbst einen beruflichen Change aufzusetzen.

read more

Bevor ich mich jetzt jedoch darin verliere, über meinen Rückzug bzw. meinen persönlich beruflichen Change und die damit verbundenen Einsichten zu schreiben, stoppe ich mich. Stattdessen möchte ich gleich zum Kern meiner Veränderung kommen – dazu, wie es weitergeht:

  1. Ich habe eine klare Entscheidung getroffen, dass ich in der Art und Weise wie ich vor Corona als Influencer, als Berater und Coach unterwegs war, nicht mehr weitermachen will.

  2. Es gibt für mich in Zukunft 3 Handlungs- bzw. Forschungsfelder + eine übergeordnete Kategorie, wo ich ganz konkret mit einem handfesten Portfolio an exklusiven, u.a. auch schrägen Lösungen und außergewöhnlichen Ideen sinnvoll und nachhaltig den Herausforderungen unserer Zeit gegenübertreten will.

  3. Das heißt konkret: Ich bin daran, gemeinsam mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten, WissenschaftlerInnen und höchst innovativen Unternehmen Lösungen, u.a. auch Produkte zu entwickeln und zusammenzustellen, die den Herausforderungen unserer Zeit messbar, spürbar zu Leibe rücken, und nicht nur rational im Kopf wie eine Katze um den heißen Brei herumschwirren, ohne eine konkrete Handlung und entsprechende Wirkung zu leisten.

Dabei gehe ich keineswegs an den Bedarfen der Unternehmen vorbei – im Gegenteil: Ich orientiere mich ganz konkret an den unternehmerischen Notwendigkeiten, am Nutzen für die Unternehmen, die sich konkret an den vorhin schon erwähnten, 3 + 1 Handlungsfeldern widerspiegeln:

  1. CO2-Reduzierung – bald ein Muss, um Strafzahlungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zu vermeiden.

  2. Stromsparmaßnahmen im Industriebereich (Rechenzentren, Kühlanlagen, …) hochfahren, die eine unterschätzte Klimagefahr sind, worauf Regierungen bereits ein Auge werfen. Die deutsche Regierung denkt bereits darüber nach, Energieausweise für Strom intensive Bereiche einzuführen.[1] Schätzungen zufolge werden beispielsweise Data Center bis zum Jahr 2025 bis zu einem Fünftel des globalen Stromverbrauchs ausmachen.[2] Klimatisch ist das eine große Herausforderung, die bewältigt werden muss.

  3. Stadtentwicklung – Home Officevirtuelle Büros, virtuelle Städte, sich leerende Innenstädte, zu hohe CO2 Werte in Städten, und und und … Das und vieles andere rund um diese Veränderungen herum haben unabsehbare Folgen für ein ganzes System, in dem die Wirtschaft ein Antreiber ist, aber in Abhängigkeit steht mit einem florierenden gesunden Lebensgefühl!

  4. Übergeordnet: Komplexität meistern – am Reißbrett ist dies nicht möglich, auch wenn fast alle versuchen, die Komplexität – die Verstrickungen ihrer Problemthemen – am Reißbrett rational, verkopft mit einer Strategie, mit seriell verbundenen Vereinfachungen zu lösen, womit man jedoch Komplexität niemals erfassen und lösen kann. Der Weg ist ein anderer, ein greifbar verspielter, chaotischer, intuitiver – kaum jedoch genutzter!  

Unternehmen unterschätzten meiner Meinung nach aktuell die mit diesen 3+1 Handlungsfeldern verbundenen Herausforderungen, bzw. die Schnelligkeit mit der die Regierungen möglicherweise radikaler und auch kurzfristiger als gedacht, den Unternehmen Vorgaben in Sachen Klimaschutz, Ressourcensicherstellung, Energiesparen machen werden.

Vielleicht werden die zu treffenden Maßnahmen seitens der Regierungen ähnlich schnell, radikal und kurzfristig auf die Unternehmen losgelassen, wie die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie?! Die Regierungen sind durch Corona jedenfalls darin geübt, radikale Maßnahmen zu setzen. Und den Regierungen ist bewusst, die Corona-Pandemie lässt sich durch eine Impfung irgendwann in den Griff bekommen, gegen das Klimaproblem wird es keinen Impfstoff geben!

Ich weiß, viele Manager halten verschärfte Maßnahmen zum Klimaschutz nicht für möglich – aber als Unternehmen würde ich angesichts der aktuellen Lage nicht mehr darauf setzen. Manche von Euch werden sich jetzt sagen, dass ich dahingehend nichts Neues erzähle. Klimawandel als Bedrohung für das Wirtschaftswachstum ist schon länger ein heißes Thema. Ja, aber bis dato habe ich, wie so viele andere, immer nur auf der mentalen, rationalen Ebene versucht, sich diesen damit verbundenen heißen Themen zu stellen. Und genau das will ich persönlich jetzt so nicht mehr, weil es sinnlos ist auf der rationalen, mentalen Ebene Unternehmen von der Notwendigkeit einer Veränderung hin zu mehr Klimaschutz zu überzeugen!

Unternehmen verändern sich nur, wenn der Druck exorbitant groß ist, sprich Unternehmen beispielsweise durch Maßnahmen von Regierungen gezwungen werden, entsprechende Schritte aufzusetzen, oder knapp vor dem Aus stehen.

Erst dann sind viele Unternehmen bereit, etwas anders zu machen – beginnend mit …

  1. Geld sparen, ein wesentlicher Punkt in der Wirtschaft, effizienter werden, schlanker werden, …

  2. und neben den Einsparungen die Überlegung, wie man wieder konkurrenzfähiger wird im globalen Wettkampf.

China, erst zögerlich was Klimaschutz betrifft und plötzlich deutlich ambitionierter als gedacht, möchte nach Aussage von Staats- und Parteichef Xi Jinping schon vor 2060 Klima neutral werden und energische Maßnahmen dahingehend umsetzen.[3] Energische Maßnahmensetzungen kann ich China abnehmen, insbesondere, weil China, wenn es sich was in den Kopf setzt, diese Ziele tatsächlich auch drastisch, ohne viele Kompromisse mit deutlichen Vorgaben durchzusetzen sucht. China könnte so gesehen in Sachen Klimaschutz eine Vorreiterposition einnehmen.

Unternehmen in China werden sich den Maßnahmenpaketen der Regierung ohne Wenn und Aber beugen müssen, gleichzeitig daraus lernen, innovativer, kreativer, umweltverträglicher zu werden, Produkte und Produktionsweisen deutlich schneller verändern als möglicherweise in der EU. Das Vorgehen von China im Klimaschutz könnte globale Wirkung und Folgen haben, die man jetzt nicht für möglich halten kann bzw. will – auch für Unternehmen in Deutschland und der gesamten EU. 

Resümee

Corona hat Regierungen Macht gegeben! Diese Macht könnte eventuell auf andere Bereiche wie beispielsweise Klimaschutz übergreifen, und Regierungen dahingehend stärken, Vorgaben und Maßnahmen radikaler und vielleicht auch kurzfristiger zu setzen, was man in der Wirtschaft in diesem Zusammenhang bisher nicht für möglich hielt.

Andererseits habe ich während meines Rückzugs erfahren können, dass in Sachen Umweltbewusstsein und Verbesserungen deutlich mehr möglich ist, als man zu meinen glaubt. Selbst ich konnte mir das, was ich jetzt an Wissen und schrägen innovativen Ideen und Produkten im Bereich Umweltbewusstsein gesammelt habe, vor 6 Monaten so nicht annähernd vorstellen. Ich bin selbst überrascht, was alles im Bereich Energieeinsparung und Umweltbewusstsein möglich ist – jedoch ganz anders als das, woran man meist denkt.

Ich habe die letzten 3-4 Monate viel recherchiert, erfahren, gesehen, erlebt. Ich fühlte mich in den letzten Wochen phasenweise so, als ob das was mir widerfährt, was ich an schrägen Dingen erlebte, nicht real ist – so als ob ich eine Figur in einem Science-Fiction-Roman wäre, im Raumschiff Enterprise mitfliege auf dem Weg in unbekannte Welten, um spannende Lösungen für herausfordernde Probleme des Planeten Erde zu entdecken …

Mit diesem letzten Bild, auf der Suche nach neuen Galaxien und verborgenen Lösungen, möchte ich mich heute von Euch verabschieden. Wenn Ihr Fragen habt, neugierig seid, was ich jetzt so konkret vorhabe, kontaktiert mich einfach oder wartet ab, was ich in den nächsten Wochen schreibe …

Danke für Dein Interesse!

Günther

 

PS: Um meine zukünftigen Beiträge, insbesondere News im Umgang mit der Corona-Krise mitbekommen zu können, folgen Sie mir auf LinkedIn, Xing und Twitter. Darüber hinaus finden Sie in der Gruppe „Leadership Café …“ neben meinen Beiträgen ebenso Beiträge anderer HR Influencer. In der Gruppe „Viable System Model …“ finden Sie Diskussionen über den Entwurf neuer nachhaltiger Geschäftsmodelle.

 

Informationsquellen:

[1] https://www.ee-news.ch/de/article/44561/oko-institut-rechenzentren-die-unterschatzte-klimagefahr-energiebilanzen-bald-fur-rechenzentren-verpflichtend. Am 02.10.2020 gelesen.
[2] https://storageconsortium.de/content/content/audi-ag-vision-null-energie-campus-k%C3%BCnftig-gr%C3%BCne-rechenzentren-statt-hei%C3%9Fer-luft. Am 02.10.2010 gelesen.[3] https://orf.at/stories/3182424/. Am 02.10.2020 gelesen.

reduce text


BIZZfluencer in der Krise

Hendrik Martens spricht in meinem letzten Podcast von einer Sozial-Media-Krise im aktuellen digitalen Hype, konkret von einer Content-Krise! Das sollten wir uns näher ansehen - warum?!

Hendrik Martens (BIZZfluencer, Ideealist, Coach und Online-Marketing-Spezialist) spricht in meinem letzten Podcast von einer Sozial-Media-Krise im aktuellen digitalen Hype, konkret von einer Content-Krise! Das sollten wir uns näher ansehen – warum?!

Gerade jetzt scheint doch die digitale Präsenz, ein digitaler Arbeitseinsatz wie nie zuvor, als unternehmerisch relevant eingestuft zu werden. Innerhalb kürzester Zeit, angeheizt durch die Corona-Krise, bemühten sich Unternehmen, Selbstständige, ja sogar Behörden sich digital ernsthaft richtig fit zu machen, versuchten sich in den digitalen Medien arbeitstechnisch zu profilieren, Arbeit, Wissen, Unterstützung digital zu verwerten, aufzubereiten und zu teilen.

Digital agiles Arbeiten scheint nun endlich für eine große Zahl von Menschen machbar und lebbar zu werden! Es wirkt plötzlich weitreichend und umfassend realisierbar, so praktikabel, von jedem Ort aus machbar. Home-Office ist innerhalb kurzer Zeit zur Arbeitsrealität geworden, virtuelle Büros sind keine Spinnereien mehr. Das scheint doch äußerst zukunftsversprechend, löst aktuell viele Probleme nahezu mit einem Schlag – angefangen von der Ausbreitung der Ansteckungsgefahr mit Covid-19 bis hin zu einer deutlichen Reduzierung der Umweltbelastungen durch den heruntergefahrenen Verkehr.

Aber irgendwie hinterlässt dieser digital agile Arbeitshype bei Hendrik, bei mir und manchen anderen einen seltsamen fahlen Geschmack?! – und ich frage mich:

read more

Warum fühle ich mich aktuell im digitalen Hype nicht befriedigt, spüre keinen wirklich guten Arbeitsfluss, kein wirklich gutes Vorankommen, keinen arbeitstechnischen Erfolg – obgleich ich vor Corona doch ein höchst motivierter Verfechter digitaler Tools, digitaler Medien, agiler Arbeitsweisen war?

Vor Corona versuchte ich Unternehmen bewusst zu machen, wie wichtig es ist, digital fit zu sein, sich agil wendig im Netz bewegen zu können, sich mit künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen, Social SellingSocial Storytelling zu nutzen …

Und jetzt, wo die Digitalisierung bzw. die digital agilen Arbeits- und Lebensweisen scheinbar wirklich umfassender zu greifen beginnen, sehe ich Schatten, deutliche Schatten, die ich bisher scheinbar noch nicht wahrnehmen konnte bzw. wollte?! Diese Schatten beunruhigen mich, zeigen mir auf, dass irgendetwas nicht ganz nach Plan läuft, zumindest in meiner Wahrnehmung – und dem möchte ich mich stellen. Ich möchte meine Sommerpause und auch zeitweilige Netzpause nutzen, um der aufkommenden Skepsis in mir nachzugehen.

Was ich jedoch schon jetzt klar zu spüren meine, dass die Content-Krise, von der Hendrik spricht, noch viel tiefer reicht …

Keine Content-Krise – sondern eine Krise um das rechte Maß

Es scheint mir, dass auf vielen unterschiedlichen Ebenen die Maßnahmen und Vorgehensweisen, die Ziele und Wünsche, die Vorgaben und Richtlinien irgendwie nicht mehr ganz das rechte Maß zu finden scheinen.

Egal was ich aktuell betrachte,

  • Corona und die damit verbundenen Corona-Maßnahmen,

  • Digitalisierung,

  • Wirtschaftswachstum,

  • den Drang alles kontrollieren zu können, alles zu optimieren, noch effizienter, noch höher, schneller, weiter zu kommen,

  • um jeden Preis selbst dem Tod zu trotzen und das Leben auszudehnen, alle Krankheiten mit High-Tech auszumerzen,

  • die Natur zu unterjochen, der Natur nachzuhelfen, mehr zu produzieren als sie auf natürlichem Weg ermöglicht,

  • selbst den Wohnort Erde zu überwinden, die Besiedelung von Menschen am Mars in die Wege zu leiten,

  • uvm …

all das löst in mir die Frage aus, …

ob wir Menschen im Umgang mit dem Leben und den mit dem Leben verbundenen Arbeitsweisen und Herausforderungen, die so umfassend sind wie schon lange nicht mehr, wirklich den richtigen Weg gehen, oder immer öfter über das Ziel hinausschießen?

Genau genommen habe ich mich schon früher dieser Frage gestellt, habe es nur unter einem anderen Aspekt betrachtet – unter der systemischen Krise. Das würde ich aktuell auch noch so stehen lassen, nur mit dem Unterschied, dass ich es jetzt konkretisieren möchte, sprich von einer Krise des rechten Maßes sprechen würde.

Die Content-Krise, von der Hendrik spricht, mag aus dem heraus resultieren, dass auch dahingehend das Maß überschritten wurde. Es wird aktuell so viel Content im Netz produziert wie noch nie – kein Mensch ist mehr im Stande diesen Content aufzunehmen, dem Content aufmerksam zu folgen, daraus auch noch einen sinnvollen Nutzen für sich zu ziehen bzw. überhaupt den qualitativ wirklich relevanten Content für sich zu finden. Das Überangebot, die Überfülle führt zu einem Übermaß, zu einer Überforderung, die schlussendlich zu einer heimtückischen Vereinfachung führt.

Die Überfülle, das Übermaß ist zu einem unsichtbarer Dauerbegleiter auf unserem Globus geworden, zum Antriebsmotor der Wirtschaft, zum Antriebsmotor des Lebens schlechthin. Wir geben uns dem Glauben hin, durch diese Überfülle an Informationen, an Dingen, an Möglichkeiten, eine unbegrenzte Befriedigung von Erfolgen, Zielen, ein erfülltes Leben zu führen. Doch genau das kann die Überfülle, die permanente Überbefriedigung nicht bewirken. Stattdessen erhöht es sogar noch mehr den Druck, erhöht noch weiter den Antrieb, mehr erreichen zu wollen, mehr besitzen zu wollen, noch gesünder zu leben, noch älter zu werden, noch mehr aus der Erde an Ressourcen herauszuholen, noch mehr das Leben kontrollieren zu können, das Maß noch weiter zu überschreiten …

Manchen von Euch wird es jetzt vielleicht übel aufstoßen, wenn ich davon spreche, dass wir Menschen, und besonders die Wirtschaftstreibenden, uns in der Überfülle verlieren, das Maß der Dinge verloren haben. Manche werden meinen, was für eine Anmaßung von mir, der Wirtschaft vorzuwerfen, übermäßig zu sein, das falsche Maß zu verfolgen. Aber wir, die Wirtschaftstreibenden, wozu ich mich genauso zähle, können und sollten nicht länger die Augen schließen und so tun, als ob die Wirtschaft alles richtig macht.

Die Corona-Krise ist eine gute Möglichkeit aus der Krise zu lernen, u.a. ein gesundes Maß zur Überwindung von Herausforderungen zu entwickeln. Dahingehend versuche ich den Umgang der Regierungen mit Corona in Bezug auf ein rechtes Maß weitreichend zu reflektieren. So wie es sich mir aktuell zeigt, würde ich jedoch kritisch hinterfragen, ob die Regierungen tatsächlich ein gesundes Maß finden, um mit der Pandemie gut umzugehen, im Stande sind weitreichend abzuschätzen, welche Maßnahmen wie wirken und welche Folgen das mit sich bringt?!

Ich weiß, mit dieser Aussage von mir werden einige von Euch mich gleich in das Verschwörungseck der Corona-GegnerInnen zuordnen. Doch ich will weder die eine Position noch die andere einnehmen, sondern viel mehr bewusst machen, wie sehr wir mit dem was wir für gut und richtig finden oder ablehnen, das Maß bestimmen und gleichzeitig im selben Atemzug dazu neigen, das Maß zu übertreiben bzw. zu überspannen.

Wie ich schon einige Absätze zuvor sagte, ich glaube, viel zu viele agieren unbewusst in einer Dauer-Überfülle, in einer Dauer-Überspannung. Und selbst wenn es manchen bewusst ist, wird diese Überfülle und Überspannung gar nicht als negativ wahrgenommen – im Gegenteil: Die Überfülle und die damit verbundene Überspannung scheint für viele sogar positiv zu wirken, ein permanentes scheinbar guttuendes Rauschgefühl, ein permanentes scheinbar positives Aktiv-Sein, Erfolgreich-Sein zu suggerieren. Doch für mich fühlt es sich immer mehr so an, dass wir das rechte Maß im Umgang mit dem Leben nicht mehr wahrnehmen können. Wir überstrapazieren die Umwelt, die Ressourcen und uns selbst …

Ich kann mir vorstellen, dass jetzt einige von Euch mir entgegnen, dass ich mit dieser Aussage selbst das rechte Maß verloren hätte, mich viel zu anmaßend und urteilend den Wirtschaftstreibenden gegenüber äußere. Ich werfe in diesem Artikel mit dem rechten Maß um mich, ohne konkret zu werden, was mit dem rechten Maß überhaupt gemeint sein könnte?

Und genau damit wären wir beim wirklich heiklen Punkt, denn für jeden ist das Maß sehr individuell rechtens. Darüber hinaus wird jenes Maß als rechtens eingestuft, welches gerade von einer größeren Gruppe befürwortet wird – selbst dann, wenn es das rechte Maß überschreitet und Beispiele gibt es dazu in der Geschichte genügend.

Wir stehen aktuell vor der großen Herausforderung, das rechte Maß überhaupt zu finden. Und das geht eigentlich nur über den Weg, das, was wir jetzt im Moment für richtig und erfolgsversprechend halten, ernsthaft in Frage zu stellen, kritisch zu beleuchten – sei es den Umgang mit Corona, sei es den Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen unserer Erde, sei es was die individuellen wie auch wirtschaftlichen Ziele betrifft, … Wenn wir dies wagen, dann werden vielleicht die einen oder anderen von Euch merken, dass die Frage um das rechte Maß schlussendlich in eine sehr menschliche, individuelle Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens führt.

So gesehen kann man der Wirtschaft keinen Vorwurf machen, das rechte Maß nicht zu kennen bzw. darauf keine rechte Antwort zu finden. Doch genau dieses Vakuum, die fehlende kritische Auseinandersetzung mit dem rechten Maß in der Wirtschaft, wie auch in der Politik und Gesellschaft, führt direkt in die Krise, zu einer systemischen Krise. Wir stecken global mitten in einer Bewusstseinskrise, in einer Sinnkrise. Wir Menschen werden auf uns Menschen zurückgeworfen, auf unsere Übertreibungen, auf unsere Egoismen, auf unsere Schwächen, unsere Ängste, …

Mit diesem offenen Ende verabschiede ich mich nun von Euch, gehe in die Sommerpause und melde mich vielleicht mit einem überraschenden Lösungsansatz wieder!

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit und Euren Willen, mir auch dann zu folgen, wenn ich nicht nur feine, angenehme leicht verdauliche Info-Happen verteile.

Euer Günther 

 

PS: Um meine zukünftigen Beiträge, insbesondere News im Umgang mit der Corona-Krise mitbekommen zu können, folgen Sie mir auf LinkedIn, Xing und Twitter. Darüber hinaus finden Sie in der Gruppe „Leadership Café …“ neben meinen Beiträgen ebenso Beiträge anderer HR Influencer. In der Gruppe „Viable System Model …“ finden Sie Diskussionen über den Entwurf neuer nachhaltiger Geschäftsmodelle.

reduce text

5G revolutioniert unsere Arbeit, unser Leben!?

5G revolutioniert unsere Arbeit, unser Leben!? Dennoch soll Palm Beach in Florida eine 5G freie Zone werden – warum?

Dennoch soll Palm Beach in Florida eine 5G freie Zone werden – warum?

Bevor ich Dir zu dieser Aussage in der Überschrift eine Antwort liefere, möchte ich einige Informationen zu 5G näher beleuchten. Das will ich, weil meine kürzlich durchgeführte kleine Umfrage auf LinkedIn, an der rund 300 LinkedIn-Mitglieder teilgenommen haben, mir zeigte, dass möglicherweise doch einige Menschen noch zu wenig über 5G wissen – im Positiven wie im Negativen. 

Ich starte die Auseinandersetzung mit 5G mit dem Fakt, dass eine der größten Versicherungsgesellschaften der Welt, die Schweizerische Rückversicherungsgesellschaft (Swiss Re) die elektromagnetische Strahlung als höchste Risikoklasse einstuft und mögliche Schäden, gesundheitlicher Art, Datenschutz und Sicherheitsverletzungen, wie auch Spionage nicht gedeckt werden.[1]

Ebenso schließt auch Lloyd´s die Abdeckung von gesundheitlichen Schäden aus, die ausgelöst werden durch elektromagnetische Strahlung bei anhaltenden, nicht ionisierenden Strahlen, wozu die 5G-Strahlung zählt bzw. zählen wird.[2]

Nun, vielleicht denken jetzt einige von Euch, dass 5G nicht unter die Kategorie versicherungsfeindliche elektromagnetische Strahlung fällt, die solche Folgen mit sich bringt, dass deshalb Swiss Re keine Haftung übernimmt. Aber was, wenn es doch so ist, dass 5G tatsächlich nicht ganz unbedenklich ist und deshalb Swiss Re wie auch Lloyd´s die Reißleine ziehen, dahingehend zu versichern?

read more

Was vermutlich viele von Euch wissen, dass ein zu intensiver Handykonsum gesundheitlich nicht unbedingt das Beste ist. Viele von Euch werden jedoch meinen, dass man das mit den gesundheitlichen Folgen auch nicht überbewerten sollte. Bisher gab es keine exorbitanten Meldungen, dass zig Tausend Menschen weltweit durch den Anstieg elektromagnetischer Strahlen, insbesondere durch die mit dem Handy bzw. Internet verbundenen Strahlen schwer erkrankt wären. 5G sei doch bloß eine Weiterentwicklung mit ähnlichen Dispositionen wie die bisherigen Strahlen – oder doch nicht?

  • Wenn schon zuvor der Handykonsum uns nicht erkranken ließ, warum sollte dann ein stärkeres Netz mit einer stärken Strahlung das so massiv verschlechtern, dass es doch bedenklich wäre.

  • Das würde doch keine Regierung so durchgehen lassen, oder doch?

Versuchen wir diese Fragen nicht sofort nach Lust oder Unlust zu diesem Thema zu betrachten, sondern versuchen offen und ehrlich uns der Thematik 5G zu widmen, beginnend mit den Fakten:[3]

  • was braucht es, um 5G aufzubauen,

  • und wie wirkt 5G, wie funktioniert 5G, wie stark strahlt 5G …

Im heutigen Artikel versuche ich einen groben Überblick zu geben, was das Thema Strahlen betrifft, um zumindest in aufrichtigen Ansätzen nachvollziehen zu können, warum Swiss Re und Lloyd`s alles was elektromagnetische Strahlen betrifft, u.a. 5G, nicht mehr versichern wollen.

Starten wir banal bei der Ausstattung von 5G

  • Damit 5G überhaupt zum Einsatz kommen kann, braucht es zuerst einmal ein zahlenmäßig viel größer, enger und flächendeckend ausgebautes Antennennetz. Der Grund: Millimeterwellen (MMW) dringen nicht gut durch Gebäude und werden von Regen und Pflanzen absorbiert. Dies stört das Signal. Hinzu kommt, dass Hochfrequenzwellen wie MMWs wegen der viel kürzeren Wellenlänge sich nicht weit verbreiten können.[4]

  • Um eine reibungslose 5G-Verbindung gewährleisten zu können, muss daher entsprechend von allen Seiten das Feld mit Antennen und zusätzlich mit kleinen Zellstationen abgedeckt werden. Das heißt, dass an jeder Straßenlampe, jedem Strommasten, an allen Häusern und Geschäften in Wohnvierteln und Städten Antennen aufgestellt werden müssen. Wir werden uns im Umkreis von 100 Metern immer in der Nähe von Antennen befinden.[5]

  • Um die Aufstellung von Millionen von Antennen zu ermöglichen, werden Gesetze entsprechend geändert, sodass keine Genehmigungen von den Behörden und Grundstückseigentümern von den Mobilfunkbetreibern mehr eingeholt werden müssen. Die Betreiber dürfen montieren, wo sie wollen, und man kann nichts dagegen tun.[6]

Wenn die Pläne der Telekommunikationsbranche für 5G verwirklicht werden, wird in Folge keine Person, kein Tier, kein Vogel, kein Insekt und keine Pflanze auf der Erde mehr in der Lage sein, eine Exposition mit 5G von 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr zu vermeiden.

Damit kommen wir zu dem Fakt der Strahlung selbst

In den letzten 100 Jahren hat sich z.B. die EMF-Belastung (EMF = elektromagnetische Felder) im Bereich von 2,4 Gigahertz, was der Frequenz von WLAN und heutigen Handys sehr nahe kommt, bereits um etwa 1 Trillion Mal erhöht. Das ist eine 1 mit 18 Nullen.[7] Die Strahlendosen von 5G sind noch zehn- bis hundertmal größer als das, was heute existiert, und nichts und niemand kann dem auf diesem Planeten entfliehen [8] – mit angeblich der Ausnahme jener Gebiete, wo dezidiert keine Antennen aufgestellt werden, u.a. Palm Beach in Florida, wo Trump, Gates, u.a. prominente Persönlichkeiten wohnen. Begründet wurde die Ausnahme in Florida damit, dass das Aufstellen der Antennen überall das Stadtbild verschandeln würde, und dagegen gibt es Opposition der BewohnerInnen.[9]

Das mag sicher ein Grund sein, aber das Problem liegt vermutlich nicht nur am nicht besonders attraktiven Anblick eines Antennenwaldes, weil damit doch all die anderen Städte und Länder ebenfalls konfrontiert wären?!

Also gehen wir jetzt einen Schritt weiter bzw. tiefer in die Sache 5G. Dafür ist es notwendig, erstmals ein wenig in der Entwicklung zurückzugehen, zu den Anfängen künstlich erzeugter elektromagnetischer Strahlung.

  • Grundsätzlich kann man sagen, auf der Erde gibt es natürliche Radiostrahlung nur in geringer Intensität, z.B. durch atmosphärische Störungen, Blitze sowie durch extraterrestrischen Radioquellen – z.B. der Sonne.

  • Die Welt ist erst seit etwas mehr als 100 Jahren durch technische Radiowellen massiv einer solchen Strahlung ausgesetzt. Erst durch die Erfindung des Funkverkehrs durch Guglielmo Marconi 1896 und der Gründung der Wireless Telegraph and Signal Co in London 1897 gibt es diese technische Radiostrahlung auf der Erde.[10]

  • Das heißt, dass in den Millionen von Jahren andauernden Entwicklung der Pflanzen, Tiere und des Menschen all diese biologischen Spezies nie einer intensiven Radiostrahlung ausgesetzt waren und deswegen auch keine Abwehr bzw. Toleranz dagegen entwickeln konnten [11] – ein Fakt, der nicht vom Tisch gewischt werden kann und der Folgen hat.

Unsere Vorfahren mussten sich bloß mit der elektromagnetischen Strahlung aus ihren eigenen Zellen auseinandersetzen, mit dem Magnetfeld der Erde, mit dem Spannungsfeld der Atmosphäre, mit Blitzen und mit der Sonne. Jedes Lebewesen besteht bei sehr genauer Betrachtung aus einem Konglomerat von elektromagnetischen Feldern (EMF) mit unterschiedlichen Frequenzen. Dieses Konglomerat steuert die Lebensprozesse und hält diese Aufrecht. Die damit verbundenen Frequenzen sind auf das Leben abgestimmt, um das Leben bestmöglich zu unterstützen.[12]

Heute aber werden wir beständig einer wachsenden Menge künstlicher elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt.[13] Die vom Menschen erzeugten Frequenzen kommen in einer Form und Polarität auf uns zu, die sich von jeder natürliche auftretenden Frequenz ganz und gar unterscheidet. Der menschliche Körper war jedoch niemals dazu angelegt, sich derartigen Strahlen und auch Dosen auszusetzen. Die Evolution benötigt Tausende und Abertausende Jahre, bis sich der Mensch an etwaige Umweltveränderungen anpassen kann. So gesehen fungieren wir aktuell als Versuchsobjekte einer weltweit stattfindenden Gesundheitsstudie, bei der wir jedoch nie die Zustimmung der Teilnahme daran explizit bejahen oder verneinen können.[14]

Die meisten Menschen spüren subtil die physiologischen Folgen elektromagnetischer Strahlung, haben aber keine Ahnung von den Schäden, die sie verursachen – bis es am Ende zu spät ist.[15]

Die Welt ignoriert mögliches Krebsrisiko von 5G

Ich versuche jetzt kurz und bündig die gesundheitlich heiklen Punkte in Verbindung mit 5G zusammenzufassen. Die arbeitstechnischen Probleme, Datenschutz, Cybercrime, … die sich ebenfalls mit 5G generieren, möchte ich in einem möglichen Folgeartikel unter die Lupe nehmen, wenn ich merke, dass das Thema 5G auf reges Interesse stößt. Aber jetzt einmal zu den gesundheitlich heiklen Punkten:

  • Aktuell arbeiten Handys im Frequenzbereich von Mega- und Gigahertz-Wellen zwischen 800 MHz bis 2,6 GHz – und das liegt bereits im biologisch kritischen Bereich.[16]

  • In der ersten Ausbaustufe von 5G erhöht sich das auf 3,5 und 3,7 GHz.

  • Das hat zur Folge, dass eine höhere Frequenz auch eine höhere elektrische Spannung hervorruft. Für die meisten Lebewesen sind jedoch diese höheren Spannungen widernatürliche Stressoren. Und von Stressoren wissen wir, dass selbst ein gesundes Lebewesen überfordert ist.[17]

  • Physikalisch gesehen existiert kein Unterschied zwischen technisch und biologisch erzeugten Frequenzen. Insofern können äußere Felder (gleich wo diese herkommen) in Wechselwirkung mit unseren körpereigenen Feldern stehen, und können somit auf unterschiedliche Art auf uns einwirken. Je nach Frequenz, Einwirkzeit und Intensität können sie auf Lebewesen regulierende, blockierende oder gar zerstörende Effekte auslösen.[18]

  • Die Zellgenerationsfähigkeit steht in Verbindung mit elektromagnetischem Einfluss besonders im Blickfeld. Der Biophysiker Prof. Fritz A. Popp postuliert, dass der Mensch pro Sekunde einen Zellverlust von etwa 10 Millionen Zellen hat. Um diesen Zellverlust auszugleichen, bedarf es der köpereigenen elektromagnetischen Wellen. Durch den Einfluss äußerer künstlicher Frequenzen im hochfrequenten Bereich, wie 5G, wird dieser Vorgang jedoch gestört, was einen Einfluss auf die Zellgenerationsfähigkeit hat.[19]

Die WHO hat bereits im Jahr 2011 die Radiofrequenzstrahlung als mögliches Karzinogen eingestuft. Tausende Studien belegen bereits, dass selbst die Aussetzung bei noch schwachen Radiofrequenz-Strahlung mit einer langen Liste nachteiliger biologischer Effekte verknüpft werden kann, darunter …:[20]

  • DNA-Spaltung und Schädigung

  • Oxidative Schäden

  • Störung des Zellstoffwechsels

  • Erhöhte Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke

  • Melatonin-Reduktion

  • Störung des Glukosestoffwechsels im Gehirn

  • Erzeugung von Stressproteinen

  • und viele weitere andere Erkrankungsfelder, u.a. Demenz, Autismus, Depression, …[21]

5G ist deutlich höher in der Strahlenbelastung und Jugendliche und Kinder seien besonders gefährdet, was u.a. eine Studie der koreanischen Regierung beweist.[22] Es könnten extrem hohe menschliche und wirtschaftliche Kosten entstehen, wenn Frühwarnungen vernachlässigt werden.[23] Wenn 5G kommt und wir uns alle paar Meter neben einer Antenne befinden, dann werden wir alle wie in einem Mikrowellenofen sitzen und langsam gekocht werden.[24]

Palm Beach möchte sich jetzt schützen – sofern es strahlentechnisch tatsächlich machbar ist sich gegen 5G zu schützen, indem man einfach keinen 5G Antennenwald ausbaut und dann bleibt man vielleicht verschont von der Strahlung?! Aber vermutlich ist das ohnehin nicht möglich, weil man neben dem Antennenwald auch mit tausenden Satelliten das 5G Netz in jeden entlegenen Winkel auf der Erde zu implementieren sucht.

Diese Satelliten haben aber bloß eine kurze Lebensdauer, da sie in niedrige Erdumlaufbahnen geschossen werden. Dies würde viel mehr Einsatz erfordern, als das, was wir gerade sehen. Die Satelliten müssen mit Raketen in die Umlauf gebraucht werden, was wiederum nicht ohne Folgen für die Umwelt bleibt, u.a. deshalb, weil der neue Typ von Kohlenwasserstoffraketentriebwerken, der eine Flotte von suborbitalen Raketen antreiben soll, schwarzen Kohlenstoff emittiert, der laut einer kalifornischen Studie aus dem Jahr 2010 signifikante Veränderungen der globalen atmosphärischen Zirkulation und der Ozon- und Temperaturverteilung verursachen kann.[25]

So gesehen ist nicht bloß die Strahlung ein problematisches Feld, sondern auch die Aktivitäten rund um die Implementierung von 5G – sei es im Bereich der Aufstellung von Antennen, wie auch im Einsatz von Satelliten. Die komplexen Folgen auf das Öko-System und den Menschen mit 5G, werden wie es scheint nicht komplex genug diskutiert bzw. eine solche Diskussion löst derart viel Unlust und Angst aus, mögliche Gewinne zu verabsäumen, dass man es scheinbar lieber ins Abseits schiebt?!

Das ist aktuell die große, wirklich große Herausforderung – die Gradwanderung zwischen dem Hype und den unbegrenzten Möglichkeiten und Gewinnen, und gleichzeitig die mit 5G verbundenen negativen Folgen irgendwie in eine gesunde Balance zu bringen. Wir Menschen lieben und loben den Fortschritt, und wollen darauf auch nicht mehr verzichten. Ausgehend von diesem positiven Fortschritt übersehen wir bzw. blenden wir aus, dass der Fortschritt möglicherweise bei manchen Entwicklungen nicht ganz ohne Konsequenzen durchführbar ist, wie beispielsweise jetzt mit 5G. An der Stelle passt es gerade sehr gut einen Vergleich bzw. eine Metapher heranzuziehen:

Handys sind die Zigaretten des 21. Jahrhunderts

Einige von Euch denken jetzt vielleicht, wenn elektromagnetische Felder (EMF) tatsächlich so schlimm sind, warum unternimmt dann niemand etwas dagegen bzw. sucht nach anderen Lösungen, die es in Verbindung mit 5G schon geben könnte?!

Holen wir uns für ein besseres Verständnis im scheinbar sorgenlosen Umgang mit 5G das Beispiel Tabakkonsum heran.

So wie heute warnend über Tabak gesprochen wird, war es nicht immer. Man hat viele Jahre hinweg über die negativen Folgen des Rauchens geschwiegen, abgestritten, wie schädlich Tabak ist, obgleich eine überwältigende Vielzahl wissenschaftlicher Fakten belegen konnten, bereits in den 1950ern, dass Zigaretten dem Körper und der Gesundheit schaden, schwere Krankheiten an Lunge und Herz verursachen kann. Jahrzehnte lang suchten die Zigarettenhersteller diese Fakten jedoch zu ignorieren, und bewusst durch geniale Strategien, von denen sich die Mobilfunkbranche aktuell einiges abschaut, die negativen Fakten zu umgehen.[26]

Sehen wir uns in Stichpunkten ein Dokument von damals an, dass der Öffentlichkeit zugespielt wurde und zeigt, welche Ziele der Zigarettenhersteller Brown & Williamson verfolgte:[27]

  • Ziel Nr.1: In den Köpfen von Millionen muss die falsche Überzeugung zerstreut werden, dass der Genuss von Zigaretten Lungenkrebs und anderen Krankheiten nach sich zieht.

  • Ziel Nr.2: Der Zusammenhang zwischen Zigarette und Krebs ist schnellstmöglich zu unterbinden.

  • Ziel Nr.3: Es muss deutlich gemacht werden, dass der unglaubliche, beispiellose und ruchlose Angriff auf die Zigarette die größte Verleumdung und Rufschädigung darstellt.

Mit diesem Wissen muss man die Studien genauer analysieren, u.a. ob diese von der Tabakindustrie selbst unterstützt worden sind, die in Folge auch zu deutlich anderen Schlussfolgerungen der Folgen in Verbindung mit Rauchen gelangten als andere. In ähnlicher Weise verhält es sich mit Studien und den Aussagen der Studien in Verbindung mit Strahlen, u.a. 5G. Jene Studien, mit oder vollständig finanziert von Telekommunikationsunternehmen, werden Risiken anders bewerten als freie Studien.

Dr. George Carlo räumte 2007 in einem Papier ein, dass die Strategie der Telekommunikationsbranche darin bestünde, risikoarme Studien zu finanzieren, bei denen ein positiver Ausgang gewiss war, und mithilfe dieser Studien man Medien und Öffentlichkeit einreden kann, dass sich Mobiltelefone als sicher erweisen, auch wenn die tatsächliche Forschung nichts Derartiges beweisen kann. Zu ähnlichen Ergebnissen bzw. Einsichten kamen auch andere ForscherInnen wie beispielsweise Henry Lai, Professor für Bioengineering an der Universität Washington.[28]

Und genau deshalb, habe ich diesen Artikel mit dem Fakt begonnen, dass Swiss Re und Lloyd´s Schäden in Verbindung mit elektromagnetischer Strahlung in Zukunft nicht mehr versichern werden. Den Versicherungen ist es scheint umfassender bewusst, dass die Gefahr der sich immer stärker werdenden Strahlung, gesundheitlich und gleichzeitig auch arbeitstechnisch, rechtlich zu heikel manifestieren könnte, so dass man alles was mit Strahlung zu tun hat, nicht mehr für versicherungstechnisch vertretbar einstuft.

Das sollte doch zu denken geben?!

Ein ernüchterndes Resümee

Das Problem an der neuen Technologie ist, wie ich schon schrieb, wir alle profitieren davon. Alles hat sich dem untergeordnet, und wir können die mögliche Gefahr nicht sehen und nicht fühlen – weder körperlich noch arbeitstechnisch. Wären die negativen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern sofort erkennbar, wäre die Sache viel einfacher. Aber leider funktioniert das so nicht. Der Schaden entsteht erst im Laufe der Zeit, ähnlich wie beim Rauchen. Du kannst jahrelang ohne irgendwelche negativen Auswirkungen davonkommen, und auf einmal wirst Du von Symptomen heimgesucht, die Dich beeinträchtigen.[29] 

Die ForscherInnen sind sich im Allgemeinen darüber einig, dass es eine Latenzzeit von etwa 10 Jahren oder mehr gibt, bevor eine Schädigung eintritt. Und genau das stellt das überdurchschnittliche Risiko für Kinder dar, denn sie sind der Strahlung bereits viel früher ausgesetzt (heutzutage im Uterus) und sie dauert ein Leben lang an – es sei denn, es werden Maßnahmen ergriffen, um die tägliche Exposition zu minimieren.[30]

In Verbindung mit der Vorgehensweise der Tabakindustrie und der aktuellen Einsicht, dass Tabakkonsum sehr wohl schädlich ist, sollte man sich die Warnungen und wissenschaftlichen Studien in Verbindung mit Radiostrahlen und 5G doch einmal näher zu Gemüte führen, auch wenn das alles andere als angenehm ist. Eine solche Betrachtung der Faktenlage zur neuesten Mobilfunkgeneration 5G würde uns nach Dieter Broers, Bio-Physiker und Schriftsteller, ein bedenkliches Szenario in Aussicht stellen, dem sich Swiss Re und Lloyds scheinbar bereits sehr konkret bewusst sind.

Dutzende Millionen 5G-Antennen ohne einen einzigen biologischen Sicherheitstest zu setzen, ist die dümmste Idee, die man in der Weltgeschichte je hatte, meint Dr. Martin Pall, Professor für Biochemie und medizinische Grundlagenwissenschaften an der Washington State University in Pullmann.[31]

Auch wenn die Telekommunikationsbranche alles versucht, um die negativen Aspekte aus dem Weg zu schaffen, ist die Besorgnis über die bevorstehende Einführung der 5G-Funktechnologie ebenfalls angestiegen, und führte zu einer Massenpetition gegen die mangelnde Sicherheit der 5G-Technologie.

Einer der größten Petitionen wurde am 29. Jänner 2019 veröffentlicht, in der 26.000 WissenschaftlerInnen die Einführung von 5G ablehnen

Diese Gruppe verfasste einen Bericht an die Vereinten Nationen, die WHO, die EU, den Europarat und die Regierungen aller Nationen mit dem Ziel, den Einsatz von 5G zu stoppen mit der Begründung, dass die Beweise, dass Hochfrequenzstrahlung lebensschädlich sei, überwältigend ist.

Hierzu einige Auszüge aus dem Original-Wortlaut der Petition:[32]

  • Was nicht allgemein erkannt wird, ist, dass 5G zu einer beispiellosen Umweltveränderung auf globaler Ebene führen wird. Die geplante Dichte der Hochfrequenzsender ist nicht vorstellbar. Neben Millionen neuer 5G-Basistationen auf der Erde und tausenden neuen Satelliten im Weltraum werden 200 Milliarden Sendeobjekte nach Schätzungen bis 2020 Teil des Internets der Dinge sein, und einige Jahre später eine Billion Objekte.

  • Trotz allgemeinen Leugnens ist der Nachweis, dass Hochfrequenzstrahlung (HF-Strahlung) für alles Leben schädlich ist, jetzt schon überwältigend. Die gesammelten klinischen Beweise für kranke und verletzte Menschen, experimentelle Beweise für die Schädigung von DNA, Zellen und Organsystemen in einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren sowie epidemiologische Beweise dafür, dass die wichtigsten Krankheiten der modernen Zivilisation, wie Krebs, Herzkrankheiten und Diabetes elektromagnetische Verschmutzung hervorgerufen werden. Dazu gibt es wissenschaftliche Literatur über Studien, die von weit über 10.000 ExpertInnen begutachtet wurden.

  • Sofortige Maßnahmen müssen zum Schutz der Menschen und der Umwelt in Übereinstimmung mit den ethischen Erfordernissen und internationalen Abkommen getroffen werden.

Swiss Re und Lloyds treffen Maßnahmen, …

aber bloß jene, einfach alles was mit Strahlen und den Folgen von Strahlen zu tun haben könnte nicht mehr abzusichern.

Was Mobilfunk, Internet, neue Technologien allgemein betrifft, agieren wir wie die meisten RaucherInnen, wir negieren die Folgen und haben nur den Genuss, die Vorteile im Blick. Aber irgendwann, vielleicht sogar schneller als prognostiziert, werden wir Folgen spüren, und dann ist es vielleicht zu spät?!

Doch ich will jetzt nicht mit einem solchen düsteren Ende diesen Artikel ins Netz schicken, sondern auch anführen, dass es andere Wege gäbe, das Internet zu verbessern, andere Technologien, die man jedoch auch fördern und unterstützen muss.

Wir dürfen die Schöpfungskraft der Menschen nicht so fixiert auf nur eine Technologie, auf 5G hin ausrichten, sondern auch links und rechts andere Ideen, anderen Innovationen eine Chance geben, etwas vielleicht Besseres zu entwickeln. Doch dafür braucht es jetzt Courage in 2 Richtungen:

  1. 5G nicht nur als Hype mit einem gigantischen Gewinn zu betrachten, sondern auch die damit verbundenen Folgen kritisch zu beleuchten.

  2. Es zulassen, andere Innovationen neben 5G eine Chance zu geben, in die man entsprechend investiert.

Ihr Günther Wagner

 

PS: Um meine zukünftigen Beiträge, insbesondere News im Umgang mit der Corona-Krise mitbekommen zu können, folgen Sie mir auf LinkedIn, Xing und Twitter. Darüber hinaus finden Sie in der Gruppe „Leadership Café …“ neben meinen Beiträgen ebenso Beiträge anderer HR Influencer. In der Gruppe „Viable System Model …“ finden Sie Diskussionen über den Entwurf neuer nachhaltiger Geschäftsmodelle.

 

Informationsquellen:

[1] https://www.jrseco.com/de/versicherer-swiss-re-elektromagnetische-strahlung-hoechste-risikokategorie/. Zugegriffen: 2020-06-26
[2] https://www.jrseco.com/lloyds-insurance-company-does-not-cover-health-damage-caused-by-electromagnetic-radiation/. Zugegriffen: 2020-06-26
[3] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-06-26
[4] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-07-02
[5] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-07-02
[6] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-07-02
[7] https://altermedzentrum.com/ist-5g-harmlos-oder-droht-uns-eine-apokalypse/. Zugegriffen: 2020-07-08
[8] Boers D https://www.yumpu.com/de/document/read/62700262/informationen-5g. Zugegriffen: 2020-06-26
[9] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-06-26
[10] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-07-02
[11] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-06-26
[12] Boers D https://www.yumpu.com/de/document/read/62700262/informationen-5g. Zugegriffen: 2020-06-26
[13] Mercola J, EMF. Elektromagnetische Felder. Kopp Verlag. 2020
[14] Mercola J, EMF. Elektromagnetische Felder. Kopp Verlag. 2020
[15] https://altermedzentrum.com/ist-5g-harmlos-oder-droht-uns-eine-apokalypse/. Zugegriffen: 2020-07-08
[16] Boers D https://www.yumpu.com/de/document/read/62700262/informationen-5g. Zugegriffen: 2020-06-26
[17] Boers D https://www.yumpu.com/de/document/read/62700262/informationen-5g. Zugegriffen: 2020-06-26
[18] Boers D https://www.yumpu.com/de/document/read/62700262/informationen-5g. Zugegriffen: 2020-06-26
[19] Boers D https://www.yumpu.com/de/document/read/62700262/informationen-5g. Zugegriffen: 2020-06-26
[20] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-06-26
[21] https://altermedzentrum.com/ist-5g-harmlos-oder-droht-uns-eine-apokalypse/. Zugegriffen: 2020-07-08
[22] https://connectiv.events/drahtlose-wlan-strahlung-beeinflusst-menschliche-zellen-besonders-kinder-studie-der-koreanischen-regierung/. Zugegriffen: 2020-07-08
[23] https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2020/646172/EPRS_BRI(2020)646172_DE.pdf. Zugegriffen: 2020-07-02
[24] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-06-26
[25] https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/09/trump-und-gates-wollen-keine-5g.html. Zugegriffen: 2020-06-26
[26] Mercola J, EMF. Elektromagnetische Felder. Kopp Verlag. 2020
[27] Mercola J, EMF. Elektromagnetische Felder. Kopp Verlag. 2020
[28] Mercola J, EMF. Elektromagnetische Felder. Kopp Verlag. 2020
[29] https://altermedzentrum.com/ist-5g-harmlos-oder-droht-uns-eine-apokalypse/. Zugegriffen: 2020-07-08
[30] https://altermedzentrum.com/ist-5g-harmlos-oder-droht-uns-eine-apokalypse/. Zugegriffen: 2020-07-08
[31] https://altermedzentrum.com/ist-5g-harmlos-oder-droht-uns-eine-apokalypse/. Zugegriffen: 2020-07-08
[32] Boers D https://www.yumpu.com/de/document/read/62700262/informationen-5g. Zugegriffen: 2020-06-26

reduce text